| Brixius K et al. |
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Stickstoffmonoxid, erektile Dysfunktion und die Behandlung mit Betablockern (MR NOED-Studie): Vorteil von Nebivolol gegenüber Metoprolol bei Hypertonikern Blickpunkt der Mann 2008; 6 (3): 13-15 Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Keywords: erektile Funktion, Hypertonie, Kardiologie, Metoprolol, Nebivolol, Studie Hypertensive Männer, die mit Betablockern behandelt werden, beklagen sich häufig über erektile Dysfunktion. Diese Studie untersucht den Einfluss von zwei β1-Adrenozeptor-selektiven Betablockern, Nebivolol und Metoprolol, auf die erektile Funktion bei Männern (Alter: 40–55 Jahre) in ambulanter Behandlung mit neu diagnostiziertem oder existierendem essentiellem Bluthochdruck der Stufe 1 ohne Vorgeschichte einer sexuellen Dysfunktion. Nach einer 2-wöchigen Vorlaufzeit unter Placebo wurden die Patienten doppelblind entweder Behandlungsgruppe A (Nebivolol 5 mg/die über 12 Wochen, danach 2 Wochen Placebo und anschließend Metoprololsuccinat 95 mg/die über 12 Wochen) oder Behandlungsgruppe B (Metoprololsuccinat 95 mg/ die über 12 Wochen, danach 2 Wochen Placebo und anschließend Nebivolol 5 mg/die über 12 Wochen) zugeteilt. Der Fragebogen "International Index of Erectile Function" (IIEF) und ein Tagebuch dokumentierten die Sexualfunktion und die sexuelle Aktivität der Patienten. Nebivolol und Metoprolol senkten den Blutdruck in gleichem Ausmaß. Metoprolol, aber nicht Nebivolol, senkte den IIEF-Wert signifikant um 0,92 in den ersten 8 Wochen nach Beginn der Betablocker- Behandlung. Im Gegensatz zu Metoprolol erhöhte Nebivolol die sexuelle Aktivität und hatte auch günstigen Einfluss auf die anderen IIEF-Unterpunkte, wie z. B. erektile Funktion. Trotz gleicher blutdrucksenkender Wirkung der kardioselektiven β1-Blocker Nebivolol und Metoprolol zeigt Nebivolol möglicherweise zusätzliche Vorteile, indem das Entstehen einer erektilen Dysfunktion bei männlichen Bluthochdruckpatienten unter Langzeitbehandlung mit β-Adrenozeptorblockern verhindert wird. Möglicherweise sind diese positiven Wirkungen auf die hohe β1-Selektivität und die zusätzliche Freisetzung von Sticktstoffmonoxid (NO) zurückzuführen. |
