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Medizinprodukte - Labortechnik: Software-Update Geri® Connect & Assess 2.0

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2018; 15 (3): 161-162

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Abb. 1: Produkt: Geri Connect & Assess 2.0<br>Vertrieb: Merck Serono GmbH Abb. 2: Produkt: Geri Connect & Assess 2.0<br>Vertrieb: Merck Serono GmbH



Keywords: Geri Connect & Assess 2.0Merck Serono GmbHReproduktionsmedizinReproduktionsmedizin-MT

Software-Update Geri® Connect & Assess 2.0

Mehr Freiraum durch wertvolle Zeitersparnis mit Geri® Connect & Assess 2.0 – automatische Auswertung
der Morphokinetik

Der kompakte, modulare Benchtop-Inkubator Geri® von Merck hat sich seit mehreren Jahren in IVF-Laboren bewährt. Durch individuelle Kammern für jede Patientin ermöglicht er eine ungestörte Inkubation der Embryonen bei optimalen, stabilen Kulturbedingungen. Hierbei wird die Entwicklung von der befruchteten Eizelle bis zur Blastozyste in jeder Kammer durch eine Zeitrafferkamera dokumentiert, was eine ungestörte manuelle Beurteilung durch den Embryologen ermöglicht. Zudem weist eine neue Studie auf Vorteile der Feuchtinkubation bei Verwendung von Geri® hin. Ein aktueller Zwischenstand zeigt signifikant höhere Blastozystenraten bei Feuchtinkubation im Vergleich zu trockenen Bedingungen [1] .

Die Software-Updates von Geri® und Connect & Assess bieten nun neue ­Features wie die automatisierte Erkennung wesentlicher morphokinetischer Ereignisse der embryonalen Entwicklung, die Verwendung von morphokinetischen Algorithmen, die Darstellung der besten Fokalebene während der gesamten Entwicklung, sowie einen automatischen Zoom für eine optimierte Bild­ansicht und die automatische Erkennung leerer Wells [2].

Neue Features für Zuverlässigkeit, Sicherheit und Vertrauen

Geri® Connect & Assess 2.0 wurde mit dem Ziel entwickelt, die Beurteilung der embryonalen Entwicklung im IVF-Labor durch automatische Funktionen für konsistente Ergebnisse zu unterstützen. Neben Eeva erkennt so auch Geri® Assess 2.0 automatisch die wesentlichen Schritte der Embryonalentwicklung. Kompatibel mit sowohl Geri® als auch Geri+® ist eine präzise, automatische Annotation von Ereignissen wie dem Entstehen und Verschwinden der Vorkerne, dem Erreichen des 2-, 3-, 4-, 5- und 6-Zellstadiums, dem Übergang zur Morula, dem Beginn der Entstehung der Kavität sowie dem expandierten und geschlüpften Blastozystenstadium mit Assess 2.0 möglich. Zudem werden negative Eigenschaften wie Reverse Cleavage oder die Fragmentation des Embryos erkannt [2].

Das Erreichen des jeweiligen Stadiums wird von Geri® Assess 2.0 automatisch erkannt und in der Zeitleiste des Programms mittels eines Kommentars angemerkt. Findet ein Ereignis nicht im vorgesehenen Zeitrahmen statt, wird dies durch ein gelbes Dreieck am Kommentar gekennzeichnet. Der Nutzer hat immer die Möglichkeit, sich die in der Zeitleiste eingestellten Ereignisse nochmals anzuschauen und die Kommentare zu entfernen oder neue einzufügen. Für einen optimierten Workflow bietet ihm das Update als zusätzliche Neuerungen hierzu eine verbesserte Videowiedergabe durch einen automatischen Zoom sowie der Anzeige der besten Fokalebene und eine automatische Erkennung leerer Wells [2] .

Ihren Bedürfnissen angepasst – ­benutzerdefinierte Bewertungsalgorithmen möglich

Die Bewertung der Embryonen durch automatisierte Annotationen können Sie mit Geri® Assess 2.0 mittels benutzerdefinierten Algorithmen an Ihre Bedürfnisse anpassen. Assess 2.0 bietet die Möglichkeit, dass der auf den benutzerdefinierten Algorithmen basierende finale Beurteilungsscore der Embryonen die automatischen Beobachtungen verwendet. Der Anwender kann sein eigenes Bewertungssystem festlegen und automatisieren. Zusätzlich bleiben die Funktionen der vorher installierten Software-Version nach dem Update auf die 2.0-Version voll nutzbar. Für IVF-Labore, die bereits Geri® Connect und Assess verwenden, ist das Update auf die Version 2.0 kostenlos.

Der Natur am nächsten durch Feuchtinkubation

Durch Einstellen eines Moduls mit destilliertem Wasser kann in den Kammern von Geri®-Inkubatoren ein feuchtes Kammerklima erzeugt werden, was den natürlichen Bedingungen bei der Embryoentwicklung nahekommt. Darüber wird der durch Verdunstung bedingte Anstieg der Osmolarität und des pH in den Kulturschalen minimiert. Ob ein humides Kammerklima gegenüber einem trockenen Vorteile bei der IVF bietet, wurde nun in einer Studie mit Geri®-Inkubatoren untersucht [1].

Hierzu wurden 1734 Embryonen von 179 vergleichbaren Patienten analysiert, wobei die Embryos von 93 Patienten unter trockenen und die von 83 Patienten unter feuchten Bedingungen inkubiert wurden. Dabei ergaben sich mehrere Vorteile für die feuchte Kultivierung: So wiesen die Embryonen dieser Gruppe am Tag 3 mehr Zellen auf (8,2 vs. 7,6) und auch die Blastozystenrate war höher (69,6 % vs. 64,7 %). Deutliche Unterschiede ergaben sich zudem in der Implantationsrate (66,7 % vs. 50 %) und der Schwangerschaftsrate (83,3 % vs. 66,7 %). Es werden höhere Fallzahlen benötigt, um eine statistische Signifikanz zu zeigen. Nach Ansicht der Autoren aber stehen die gezeigten Verbesserungen im Zusammenhang mit den stabileren Kulturbedingungen bei Feuchtinkubation [1].

Literatur:

1. Albert C, et al. The effect of high humidity culture conditions over embryo development: a continuous embryo monitoring assessment. Reproductive BioMedicine Online 2018; 37: e15–e16.

2. QFRM794 Geri Connect & Geri Assess User Manual

Weitere Informationen und ­verantwortlich für den Inhalt:

Merck Serono GmbH

Darmstadt, Deutschland


 
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