Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2018; 25 (3-4): 78-80
Volltext (PDF) Summary Fragen zum Artikel
Keywords: Herzinsuffizienz, Ischämie, Revaskularisierung, STICH-Studie, Vitalität
Which patients suffering from ischemic heart failure profit most from revascularization?
Several factors need to be considered – patients’ age, left ventricular function and many more. Imaging based ischemia and viability testing are perceived a mainstay of clinical decision making. The evidence supporting it, however, is questionable.
The STICH trial failed to identify patients at higher risk based on ischemia testing. Furthermore the assessment of myocardial viability did not identify patients with a greater benefit from revascularization.
Revascularization generally improves outcome in patients with ischemic heart failure. The relevance of viability and ischemia testing is controversially discussed. Guideline-recommended medical therapy remains am important measure.
Kurzfassung: Welcher Patient mit ischämischer
Herzinsuffizienz profitiert am meisten von einer
Revaskularisierung? Viele verschiedene Faktoren
sind möglicherweise zu berücksichtigen – das
Alter, die Linksventrikelfunktion und andere. Das
vielfach in der klinischen Routine angewandte
Dogma, bei der Entscheidungsfindung auf bildgebungsbasierten
Ischämienachweis und/oder Vitalitätsnachweis
zurückzugreifen, erscheint vielen
Ärzten verständlicherweise intuitiv richtig. Aber
ist die Evidenz dafür eindeutig?
In der STICH-Studie konnte der Nachweis einer
induzierbaren Ischämie nicht Patienten mit
einer schlechteren Prognose identifizieren. Auch
konnte eine nachgewiesene Vitalität keinen größeren
Patientennutzen durch die Revaskularisierung
vorhersagen.
Revaskularisierung verbessert das Outcome
bei ischämischer Herzinsuffizienz. Die Relevanz
der Bildgebung (Vitalität/Ischämie-Dogma) in der
Therapieentscheidung wird äußerst kontroversiell
diskutiert. Die optimale Guideline-konforme
medikamentöse Therapie ist und bleibt wichtig.
