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Artischockenblatt
Artischockenblatt

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Wirkungen:
Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion, verdauungsfördernd
choleretisch, cholagog
Cholesterin-spiegel senkend
hepatoprotektiv

Indikationen:
Dyspeptische Beschwerden, Verdauungsstörungen

Inhaltsstoffe:
Phenol-carbonsäuren
Sesquiterpene

Lateinische Bezeichnung(en):
Cynara scolymus L.

Stammpflanze:
Cynara scolymus L. (Asteraceae)

Inhaltsstoffe:
Phenolcarbonsäuren: 2,4-6 % Caffeoylchinasäurederivate ("Ccs"), z. B. Chlorogensäure und 1,5-O-Dicaffeoylchinasäure; Cynarin nur in Spuren.
Flavonoide: bis 1 %, Rutin, Luteolin.
Bitterstoffe: bis 5 % Sesquiterpenlaktone, hauptsächlich Cynaropikrin (Bitterwert 400.000).
Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe (Ccs, Flavonoide) liegen im Frischpflanzenpreßsaft in höherer Konzentration als in einem ethanolisch-wäßrigen Extrakt vor. Bei der Heißwasserextraktion entsteht durch Umesterung von 1,5-O-Dicaffeoylchinasäure Cynarin, das früher als Hauptwirkstoff angesehen wurde.

Verwendeter Pflanzenteil:
Blätter (Folium Cynarae).

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Choleretische Wirkung: Ccs und Flavonoide stimulieren konzentrationsabhängig die Cholerese und steigern die Gallensäureproduktion.
Dyspeptische Wirkung: Artischockenextrakte wirken günstig beim dyspeptischen Symptomenkomplex.
Lipidsenkende Wirkung: Extrakte aus der Artischocke senken hochsignifikant sowohl den Triglyceridgehalt als auch den Gesamtcholesterinspiegel im Blut. Cynarin ist ein Lipolysehemmstoff ähnlich Nikotinsäure, ist aber wesentlich besser verträglich. Luteolin hemmt die Cholesterinsynthese.
Weitere Wirkungen
Wirkung auf die Leber: Artischockenextrakte wirken protektiv auf die Leber aufgrund entgiftender, antioxidativer und regenerationsfördernder Eigenschaften. Nach partieller Hepatektomie konnte an Versuchstieren eine Stimulierung der Leberregeneration beobachtet werden.

Unerwünschte Wirkungen:
Keine bekannt.
Personen, die viel mit Artischocke in Kontakt kommen (Artischockenpflücker) können ein allergisches Kontaktekzem entwickeln.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Dyspeptische Beschwerden.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis (= Berechnungsgrundlage): 6 g Droge, 12 mg Caffeoylchinasäurederivate, 30 g Frischpflanze.

 
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