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Condurangorinde
Condurangorinde

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Wirkungen:
Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion, verdauungsfördernd

Indikationen:
Appetitlosigkeit

Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe

Lateinische Bezeichnung(en):
Marsdenia cundurango Rchb. fil.

Stammpflanze:
Marsdenia cundurango Rchb. fil. (Asclepiadaceae)

Inhaltsstoffe:
Bitterstoffe: ca. 1-3 % C21-Steroidesterglykoside mit linearen Saccharidketten.
Weitere Inhaltsstoffe: phenolische Verbindungen (z. B. p-Cumarsäure, Kaffeesäure, Chlorogen- und Neochlorogensäure, Cumarin, Umbelliferon, Aesculetin), Flavonoide (Trifolin, Hyperin, Quercitrin, Rutosid), Cyclitole (Conduritol), Pseudoalkaloide (Condurangamin A, B, Gagaminin), Sterole.

Verwendeter Pflanzenteil:
Zweig- und Stammrinde (Cortex Condurango).

Offizinell:
Cortex Condurango
Extractum Condurango fluidum
Vinum Condurango

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Steigerung der Magensaftbildung: Ähnlich anderen Bitterstoffen regt Condurangorinde die Speichel- und Magensaftproduktion an. Die Steigerung der Magensaftbildung soll keinen Einfluß auf die Azidität des Magensaftes haben.

Weitere Wirkungen:
Antitumorale Wirkung: Die aus dem vorigen Jahrhundert stammende Annahme einer antitumoralen Wirkung der Condurangorinde bzw. ihrer Extrakte hielt einer Überprüfung durch Screeningversuche an verschiedenen Systemen nicht stand. Allerdings zeigten isolierte Condurangoglykoside am Sarkom 180 und am Ehrlich-Karzinom der Maus eine Wirkung.

Unerwünschte Wirkungen:
Condurangorinde selbst und daraus hergestellte Zubereitungen sind frei von unerwünschten Wirkungen.
Isolierte Condurangoglykoside rufen bei entsprechend hoher Dosierung im Tierversuch deutliche Vergiftungserscheinungen hervor.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Appetitlosigkeit.
Erfahrungsmedizin:
Zur Besserung des Allgemeinbefindens von Magenkrebserkrankten durch Appetitanregung, Brechreizminderung und größerer Speisenaufnahmefähigkeit.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 3 g Droge (= Berechnungsgrundlage).

 
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