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Fichtennadelöl
Fichtennadelöl

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Wirkungen:
hyperämisierend
sekretolytisch, sekretomotorisch

Indikationen:
Atemwegserkrankungen
rheumatische Beschwerden

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Picea abies (L.)

Stammpflanze:
Picea abies (L.) Karsten (Pinaceae)

Zusammensetzung:
Mono- und Diterpene: Bornylacetat (5-45 %), Limonen (10-30 %), Camphen und alpha-Pinen (je 10-25 %) u. a.
Sesquiterpene: z. B. alpha-Muurolen, delta-Cadinen.

Gewinnung:
Das aus den Nadeln, Zweigspitzen oder Ästen durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl (Aetheroleum Piceae).

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Der Droge wird eine sekretolytische, bronchospasmolytische, expektorationsfördernde, hyperämisierende und schwach antiseptische Wirkung zugeschrieben.
Wirkung auf Qualität/Quantität des Bronchialsekrets: Die perorale Gabe von Fichtennadelöl bewirkte beim Meerschweinchen eine Steigerung der Bronchialsekretion um bis zu 103 % innerhalb 4 Stunden nach Applikation.
Hyperämisierende Wirkung: Durch lokal hautreizende Effekte führt Fichtennadelöl zu einer Durchblutungsförderung.

Weitere Wirkungen:
Antimikrobielle Wirkung: In vielfältigen Tests zeigte die Droge eine leichte bakterizide Wirkung.

Unerwünschte Wirkungen:
Verstärkte Reizerscheinungen können an Haut und Schleimhäuten auftreten. Außerdem können Bronchospasmen verstärkt werden, weshalb Fichtennadelöl nicht bei Asthma bronchiale und Keuchhusten angewendet werden sollte.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Inhalation: bei katarrhalischen Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege;
Äußerlich: bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden;
Anwendung als Bad: zur unterstützenden Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen der Luftwege; zur unterstützenden Behandlung bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises im nicht akuten Stadium.

Empfohlene Dosierung:
Inhalation: einige Tropfen Fichtennadelöl in heißes Wasser.
Äußerlich: einige Tropfen Fichtennadelöl an den betroffenen Bezirken einreiben.
Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Erkrankungen wird so dosiert, daß Hyperämie der Haut gewährleistet ist.

 
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