Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
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Katzenkrallenwurzel
Wirkungen:
antiphlogistisch
antiviral
immunstimulierend, -modulierend
Leukozytenzahl-Steigerung
Phagozytose-Steigerung

Indikationen:
Herpes simplex (Erfahrungsmedizin)
Immunstimulation
rheumatische Beschwerden
Tumorbehandlung (Erfahrungsmedizin)

Inhaltsstoffe:
Alkaloide

Lateinische Bezeichnung(en):
Uncaria tomentosa (Willd.)DC.

Stammpflanze:
Uncaria tomentosa (Willd.)DC.

Inhaltsstoffe:
Alkaloide: 1-2 % Alkaloide, je nach Chemotyp unterschiedliche Verhältnisse tetra- und pentazyklischer Oxindolalkaloide (Pteropodin, Speciophyllin, Mitraphyllin u.a.)
Triterpene: Derivate der Chinovinsäure
Procyanidine
Weitere Inhaltsstoffe: Iridoide, Sterole

Verwendeter Pflanzenteil:
Wurzel (Radix Uncariae tomentosae, Cat's claw)

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Immunmodulierende Wirkung: Ausschließlich die pentazyklischen Oxindolalkaloide induzieren an humanen Endothelzellen die Sekretion eines Faktors, der die Lymphozytenproliferation reguliert. Dieses Protein steigert die Proliferation ruhender T- und B-Lymphozyten und hemmt gleichzeitig die klonale Expression hochreaktiver T- und B-Lymphoblasten. Diese Wirkungen werden dosisabhängig durch tetrazyklische Oxindolalkaloide inhibiert. Im Gegensatz zu anderen, rein immunstimulierenden Pflanzen, haben sich standardisierte Extrakte von U. tomentosa bei Autoimmunerkrankungen, wie z.B. rheumatoide Arthritis, auch im klinischen Versuch bewährt.
Steigerung der Phagozytose: Pentazyklische Oxindolalkaloide zeigen in verschiedenen Testmodellen eine ausgeprägte phagozytosesteigernde Wirkung.
Antivirale Wirkung: Die intramuskuläre Applikation pentazyklischer Oxindolalkaloide an Katzen mit retroviralen Infektionen, die unbehandelt in mehr als 90 % der Fälle zum Tod führen, resultierte in einer Rückbildung der Krankheitssymtpome bei 85 % der Versuchstiere, 44 % der Tiere waren nach 5 Beobachtungsmonaten virusfrei. Die topische Applikation eines standardisierten Extraktes bei Patienten mit Herpes simplex oder Varicella zoster resultierte im Vergleich zum üblichen Krankheitsverlauf in einer rascheren Schmerzfreiheit und in einer Begünstigung der Abheilung. Die adjuvante Gabe eines standardisierten Extraktes aus der Wurzel von U. tomentosa verursachte an 44 Patienten, in Abhängigkeit vom Stadium der Infektion, eine Stabilisierung oder Erhöhung der Zahl der T4-Zellen, was in wenigen Monaten Therapie zur Wiederherstellung der immunologischen Kompetenz der Patienten, zu einer Verbesserung der klinischen Parameter und einer Reduktion der Anfälligkeit für opportunistische Infektionen führte.

Unerwünschte Wirkungen:
Extrakte, die frei von tetrazyklischen Oxindolalkaloiden sind, werden sehr gut vertragen und sind nahezu frei von unerwünschten Wirkungen. Allerdings sind bei den zahlreichen ungeprüften Nahrungsergänzungsmitteln unerwünschte Wirkungen der tetrazyklischen Alkaloide zu erwarten (Aufhebung der immunmodulierenden Wirkung, Senkung des Blutdrucks, negativ inotrop und negativ chronotrop auf das Herz).

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt: rheumatoide Arthritis (in Kombination mit antirheumatischer Basismedikation)
Erfahrungsmedizin: Herpes simplex, Varicella zoster; adjuvant bei HIV; Tumorerkankrungen (Unterdrückung der Nebenwirkungen von Strahlen- und Chemotherapie)

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 60 mg Extrakt (standardisiert auf pentazyklische Oxindolalkaloide, frei von tetrazyklischen Oxindolalkaloiden).

 
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