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Perubalsam
Perubalsam

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Wirkungen:
antimikrobiell
granulationsfördernd

Indikationen:
Hauterkrankungen
Hämorrhoiden
Wundheilung

Inhaltsstoffe:
Ester
Harze

Lateinische Bezeichnung(en):
Myroxylon balsamum (L.) var. pereirae

Stammpflanze:
Myroxylon balsamum (L.) Harms var. pereirae (Fabaceae)
Balsambaum

Zusammensetzung:
Estergemisch: Perubalsam enthält 50-70 % eines Estergemisches, das zu etwa 2/3 aus Benzylbenzoat und zu etwa 1/3 aus Benzylcinnamat besteht und früher als Cinnamein bezeichnet wurde. Außerdem kommen ca. 3,4 % Nerolidol und Spuren von Benzylalkohol vor.
Harz: ca. 20-30 %.

Gewinnung:
Der aus geschwelten Stämmen erhaltene Balsam (Balsamum peruvianum).

Offizinell:
Balsamum peruvianum: Gehalt an Cinnamein 50,0-60,0 %.

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Antibakterielle-antiseptische Wirkung: Perubalsam zeigt im Tierversuch an Ratten bei radiogenen Hautulcera eine deutliche bakterizide Wirkung.
Granulationsfördernde Wirkung: Bei radiogenen Hautulcera von Ratten wurde der Reparationsprozeß beschleunigt und die Differenzierung des Narbengewebes begünstigt. In Paraffinöl gelöster Perubalsam (5-15 %) vermehrt an Ratten im Granulationstest konzentrationsabhängig das Gewicht des Granulationsgewebes.

Weitere Wirkungen:
Antiparasitäre Wirkung: Der scabizide Effekt von Benzylbenzoat konnte tierexperimentell belegt werden.

Unerwünschte Wirkungen:
Allergische Wirkungen: Perubalsam des Handels gehört zu den häufigsten Auslösern von Kontaktallergien, die sich allerdings selten klinisch manifestieren. Die Erscheinungen können auch durch perorale Aufnahme von Lebensmitteln, die Perubalsam enthalten, ausgelöst werden. Vor allem Coniferylbenzoat und das strukturell ähnliche Benzylisoferulat dürften allergene Bestandteile sein. Darüber hinaus kann Perubalsam eine Photosensibilisierung hervorrufen.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Infizierte und schlecht heilende Wunden; Verbrennungen; Dekubitus; Frostbeulen, Ulcus cruris, Prothesendruckstellen, Hämorrhoiden.

Empfohlene Dosierung:
Äußerliche Anwendung: Zubereitungen mit 5-20 % Perubalsam; bei großflächiger Anwendung mit höchstens 10 %.
Die Dauer der Anwendung sollte eine Woche nicht überschreiten.

 
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