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Römische Kamille
Römische Kamille

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Wirkungen:
Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion, verdauungsfördernd

Indikationen:
Blähungen (Erfahrungsmedizin)
Dyspeptische Beschwerden, Verdauungsstörungen (Erfahrungsmedizin)
Magenkrämpfe (Erfahrungsmedizin)

Inhaltsstoffe:
Sesquiterpene
Ätherisches Öl

Lateinische Bezeichnung(en):
Chamaemelum nobile (L.)

Stammpflanze:
Chamaemelum nobile (L.) All. (Asteraceae)
Synonym: Anthemis nobilis

Inhaltsstoffe:
Ätherisches Öl: bis 2,4 %, vorwiegend Ester von Angelika-, Tiglin-, Methacryl- und Buttersäure mit niederen Alkoholen, Terpenkohlenwasserstoffe. Bei der Wasserdampfdestillation entstehen geringe Mengen an Chamazulen.
Sesquiterpenlaktone: Bitterstoffe vom Germacranolidtyp.
Flavonoide: Apigeninglykoside, Quercitrin.
Polyacetylene
Weitere Inhaltsstoffe: Phenolische Verbindungen (Kaffeesäure, Ferulasäure), Hydroperoxide.

Verwendeter Pflanzenteil:
Blütenköpfchen (Chamomillae romanae flos).

Offizinell:
Chamomillae romanae flos: mind. 0,70 % ätherisches Öl.

Wirkungen:
Im Vergleich zur Echten Kamille pharmakologisch weniger gut untersucht.
Neben dem ätherischen Öl und den Flavonoiden dürften die Germacranolide für die Wirkungen verantwortlich sein.

Unerwünschte Wirkungen:
Durch den Gehalt an Germacranoliden mit exozyklischer Methylengruppe können Allergien auftreten.

Indikationen:
Die Anwendungsgebiete entsprechen jenen der Echten Kamille, statt der sie besonders in Frankreich und Großbritannien eingesetzt wird.
Wissenschaftlich belegt: keine.
Erfahrungsmedizin:
Innerlich: als Spasmolytikum, Karminativum und Stomachikum, bei gastrointestinalen Spasmen und entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Trakt.
Äußerlich: Haut- und Schleimhautentzündungen, bakterielle Hauterkrankungen, Erkrankungen der Mundhöhle und des Zahnfleisches; Entzündungen im Anal- und Genitalbereich, bei Hämorrhoiden.
Inhalation: Entzündungen und Reizzustände der oberen Luftwege.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 4,5-7,5 g Droge. Berechnungsgrundlage: 6 g Droge.

 
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