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Schachtelhalmkraut
Schachtelhalmkraut

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Wirkungen:
diuretisch

Indikationen:
Durchspülungstherapie, Harnsteine, Nierengrieß, Krämpfe
Harnwegsinfekte

Inhaltsstoffe:
Anorganische Verbindungen

Lateinische Bezeichnung(en):
Equisetum arvense L.

Stammpflanze:
Equisetum arvense L. (Equisetaceae)

Inhaltsstoffe:
Anorganische Verbindungen: über 10 % mineralische Bestandteile, davon etwa zwei Drittel Kieselsäure, 10 % davon wasserlösliche Silikate, weiters 1,5 % Aluminium- und Kaliumchlorid.
Flavonoide: mengenmäßig überwiegen Kämpferol- und Quercetinglykoside.
Alkaloide: geringe Mengen an Alkaloiden wie Nicotin, 3-Methoxypyridin, manchmal Spuren von Palustrin und Nebenalkaloiden.
Andere Inhaltsstoffe: Das häufig zitierte "Saponin" Equisetonin ist ein Gemisch aus längerkettigen Fettsäuren und Phytosterolen. Saponine sind im Schachtelhalmkraut nicht nachweisbar.

Verwendeter Pflanzenteil:
Der in den Sommermonaten gesammelte sterile Sproß (Herba Equiseti).

Offizinell:
Herba Equiseti

Therapeutisch relevante Wirkungen:
Diuretische Wirkung: Die diuretische Wirkung, die vor allem auf Quercetin- und Kämpferolglykoside zurückzuführen ist, konnte im Tierversuch nach Applikation von Schachtelhalminfusen bestätigt werden.

Unerwünschte Wirkungen:
Zu Equisetum arvense liegen keine Angaben vor. Der sehr ähnliche Sumpfschachtelhalm (E. palustre) ist für Vergiftungen beim Weidevieh verantwortlich. Die Arzneidroge muß speziell auf das Vorkommen von Equisetum palustre hin überprüft werden.

Indikationen:
Wissenschaftlich belegt:
Zur Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Nierengrieß; posttraumatisches und statisches Ödem.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis 6 g Droge (= Berechnungsgrundlage).

 
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