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Praxisrelevanz
Reiberger T
Pathophysiologie der portalen Hypertension als Voraussetzung innovativer Therapien

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2012; 10 (2): 28-33

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Viele pathophysiologische Mechanismen, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung der portalen Hypertension beteiligt sind, können bereits als therapeutische Ansatzpunkte genutzt werden. So können nicht-selektive Betablocker (wie Propranolol oder Carvedilol) die hyperdyname Zirkulation vermindern und den Pfortaderdruck und damit die Inzidenz von Varizenblutungen senken. NO-Donatoren (wie ISMN) können im Rahmen der Sekundärprophylaxe über eine Reduktion des intrahepatischen Widerstands den Pfortaderdruck noch weiter reduzieren. Das therapeutische Eingreifen in das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System scheint eine attraktive Therapieoption zu sein, aber nachdem seine Aktivierung auch einen Kompensationsmechanismus bei Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose darstellt, besteht die Möglichkeit schwerer Nebenwirkungen. Die Reduktion der intestinalen Permeabilität und der bakteriellen Translokation stellen weitere vielversprechende Therapieansätze dar, die teilweise (aus anderen Indikationen, wie z. B. Rifaximin) bereits bei Patienten mit portaler Hypertension eingesetzt werden. Experimentelle und klinische Daten von antiangiogenetisch wirksamen Substanzen (wie z. B. Sorafenib) sind vielversprechend, wobei größere Humanstudien noch nicht vorliegen. Bei selektionierten Patienten mit portaler Hypertension (z. B. mit NASH und/oder Hyperlipidämie), die eine endotheliale Dysfunktion aufweisen, könnte man heute bereits den Einsatz von Statinen erwägen.
 
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