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Schneider N. I., Langner C  
Histologie der Refluxkrankheit und ihre Bedeutung für die Entstehung des Barrett-Ösophagus

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2014; 12 (1): 5-10

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Abb. 1a-b: Refluxkrankheit Abb. 2a-d: Barrett-Ösophagus



Keywords: BarrettösophagusGastroösophageale Refluxkrankheitgastroösophagealer ÜbergangGERDKardiaMagenÖsophagus

Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist weltweit eines der häufigsten Krankheitsbilder des Gastrointestinaltrakts. Sie hat eine große Bedeutung für die Betroffenen, auch stellt sie eine große Belastung für das Gesundheitswesen dar. Langdauernder chronischer Reflux ist die Hauptursache für den Barrett-Ösophagus, welcher eine präkanzeröse Läsion für das ösophageale Adenokarzinom ist. Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist histologisch gekennzeichnet durch Verbreiterung der Basalzelllagen sowie dilatierte Interzellularspalten des Plattenepithels, Verlängerung der Stromapapillen und entzündliche Infiltration. Der Nachweis einer Kardiamukosa am gastroösophagealen Übergang steht in Zusammenhang mit Reflux. Ihre Herkunft wird kontroversiell diskutiert, jedoch mehren sich Hinweise darauf, dass sie zum Teil metaplastischen Ursprungs ist. Das so genannte mehrschichtige Epithel (multilayered epithelium), ein Hybridepithel gekennzeichnet durch basales Plattenepithel und luminales Zylinderepithel, ist wahrscheinlich eine Vorläuferläsion der metaplastischen Kardiaschleimhaut sowie letztendlich des Barrett-Ösophagus. Der histologische Nachweis von Becherzellen innerhalb des metaplastischen Zylinderepithels hängt ab von der Länge des betroffenen Segmentes und der Zahl entnommener Biopsate. Gemäß neueren Studien scheint das Krebsrisiko des metaplastischen Zylinderepithels unabhängig vom Nachweis von Becherzellen zu sein. Generell wird das Entartungsrisiko aber überschätzt.
 
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