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Summary
Mühlberger V et al.  
Herzkathetereingriffe in Österreich im Jahr 2012 (mit Audit bis 2013)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2014; 21 (3-4): 76-80

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Abb. 1: Gesamt-PCI Abb. 2: MitraClip Abb. 3: PCI - DES Abb. 4: DES - Stent - PCI Abb. 5: Restenose - Thrombus Abb. 6: CA Abb. 7: PCI Zum letzten Bild



Keywords: CAKardiologiePCIStatistikÖsterreich

Im internationalen Vergleich für das Jahr 2012 liegt Österreich (A/AUT) mit 6295 diagnostischen Koronarangiographien (CA), 2437 perkutanen Koronaren Interventionen (PCI) und 51 transarteriellen Aortenklappen Implantationen (TAVI) bezogen auf eine Million Einwohner im europäischen Spitzenfeld. Während die Anzahl der TAVI seit der Ersteinführung im Jahr 2007 rapide zunimmt (noch nicht inkludiert sind dabei die zusätzlich rein chirurgischen transapikalen Implantationen), blieben die Daten für die CA und die PCI in den vergangenen Jahren konstant. Die Raten der Stent- (90 %) und Drug eluting-Stent- (DES-) Implantationen (85 % der Stents) blieben ebenfalls konstant. Wenig Fluktuation zeigt sich auch bei den Komplikationsdaten (inklusive erhobener Mortalität). Eine erhöhte Mortalität ist vor allem bei Patienten mit sogenannten ST-Hebungsinfarkten (STEMI) und konsekutivem Schock (19–35 % in den vergangenen Jahren) festzustellen. Im Jahr 2012 führten 25,0 % aller Zentren mehr als die Hälfte ihrer PCI-Fälle mittels nichtfemoraler Punktionen durch, 2 Zentren davon meldeten 100 %, aber 59 % aller Zentren meldeten < 15 % PCI-Punktionen vom Arm ausgehend. Ehemalige Nischenprodukte nahmen 2012 in der Anwendung zu (Druckdraht) oder ab (Glykoprotein IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten) oder wurden endgültig nicht mehr (Laser) verwendet. Interessanterweise konnte mehrfach beobachtet werden, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, die ihrerseits als Klasse-I-Indikationen in den Richtlinien empfohlen werden, mehrere Jahre benötigen, um sich flächendeckend zu etablieren. Unsere unabhängige, rein akademische Aktivität ist im Bereich der Versorgungsforschung anzusiedeln und verfügt zusätzlich über die Option, Benchmarks für einzelne Zentren zu generieren. Die Teilnahme an unseren Erhebungen ist freiwillig. Seit 1992 werden jährlich ohne Unterbrechung, flächendeckend (kein Zentrum fehlt!) zwischen 90 und 100 Parameter erhoben. Der Fragenkatalog wird laufend optimiert und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Dies geschieht in Kooperation mit den teilnehmenden Zentren. Um die Vergleichbarkeit zu gewähren, erfolgen allerdings nur minimalste und absolut notwendige Modifikationen. Die Daten werden gesammelt und summiert am Jahresende von den einzelnen Zentren übermittelt. Unterjährig erfolgen Audits vor Ort, um auch den persönlichen Kontakt zu pflegen. Die Daten für 2012 dienten in Linz (22.11.2013) im Rahmen der Herbsttagung der Arbeitsgruppe „Interventionelle Kardiologie” der „Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft“ (ÖKG) unter anderem als Diskussionsgrundlage. Die Präsentation 2012 ist mittels eigenem Zugangscode auf der ÖKG-Videovortragsseite (http://oekg.medroom.at) einsehbar, die Publikation erfolgte bisher im Journal für Kardiologie, in der WiKliWo (2013) sowie unter http://iik.i-med.ac.at.
 
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