Krause und Pachernegg
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Schroecksnadel K et al.  
Immunmodulatorische Wirkung von Wein und Traubensaft

Journal für Ernährungsmedizin 2004; 6 (3) (Ausgabe für Österreich): 14-18
Journal für Ernährungsmedizin 2004; 6 (3) (Ausgabe für Schweiz): 11-15

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Abb. 1: Th1-Typ-Zytokin Interferon-γ (IFN-γ) Abb. 2: Neopterinproduktion Abb. 3: Neopterinproduktion



Keywords: ErnährungsmedizinImmunmodulationTraubensaftWein

Regelmäßiger Konsum moderater Mengen an Rotwein, aber auch anderer alkoholischer Getränke, verringert die Morbidität und Mortalität an koronaren Herzerkrankungen. Diese Beobachtung scheint mit günstigen Eigenschaften antioxidativer Inhaltsstoffe wie Polyphenole und Flavonoide in Zusammenhang zu stehen. Polyphenole und Flavonoide, die vorwiegend in der Schale von Trauben zu finden sind, scheinen die Blutgerinnung und den Cholesterinstoffwechsel günstig zu beeinflussen. In der Pathogenese vaskulärer Erkrankungen spielen Entzündungsreaktionen, Immunaktivierung und oxidativer Streß eine wichtige Rolle. Durch regelmäßigen moderaten Weinkonsum könnte die schädigende Wirkung reaktiver Sauerstoffmetabolite, die durch aktivierte Monozyten im Rahmen zellulärer Immunreaktionen gebildet werden, vermindert werden. Unsere Studien weisen darauf hin, daß Inhaltsstoffe von Wein und Traubensaft mit Immunaktivierungskaskaden interferieren. In-vitro-Experimente mit stimulierten peripheren mononukleären Blutzellen zeigten, daß sowohl Rot- und Weißwein als auch Traubensaft biochemische Prozesse, die durch das proinflammatorische Zytokin Interferon-γ induziert werden, blockieren. Durch Zugabe von Rot- und Weißwein bzw. Traubensaft zu stimulierten peripheren mononukleären Blutzellen wurde konzentrationsabhängig deutlich weniger Neopterin gebildet und der Tryptophanabbau signifikant vermindert, während Ethanolzugabe vergleichsweise wenig oder keinen Einfluß zeigte. Demnach könnten Inhaltsstoffe von Wein- und Traubensaft Immunaktivierungskaskaden, die z. B. für die Progression kardiovaskulärer Erkrankungen von Bedeutung sind, über eine Hemmung der Zytokinproduktion unterdrücken.
 
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