Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Berlakovich GA  
Lebendspende-Lebertransplantation - auch ein unpaares Organ ist teilbar

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2004; 2 (3): 53-60

Volltext (PDF)    Summary    Abbildungen   

Abb. 1: Pädiatrische LDLT Abb. 2: Lebertransplantation - Transplantationsfrequenz Abb. 3: Lebertransplantation - Transplantat-Überleben Abb. 4: Hemihepatektomie - Lobektomie Abb. 5: Lebertransplantion - Operation Abb. 6: Lebertransplantation - Spenderoperation Abb. 7: Lebertransplantation - Empfängeroperation Zum letzten Bild



Keywords: HepatologieLebendspendeLeberLebertransplantation

Die Lebertransplantation (OLT) wurde für angeborene und erworbene Lebererkrankungen im Endstadium die Behandlung der Wahl. Durch diese großen Fortschritte ist die aktive Warteliste für eine OLT kontinuierlich angewachsen und unter dem Druck des anwachsenden Organmangels wurden innovative Techniken entwickelt, um die Anzahl an verfügbaren Organen zu vergrößern. So hat der Anteil an Split-OLT und Lebendspende-Lebertransplantationen (LDLT) in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Beide Verfahren haben allerdings vor allem für die pädiatrische OLT-Erleichterungen gebracht, konnten allerdings nicht suffizient dazu beitragen, den herrschenden Organmangel für Erwachsene signifikant zu mildern. Hier ist der limitierende Faktor einerseits die Spendebereitschaft und andererseits die kritische Masse an Leberparenchym, die für beide – Empfänger und Spender – notwendig ist. Obwohl die LDLT nicht wesentlich zur Behebung des Organmangels beitragen konnte, bedeutet dieses Verfahren für den individuellen Patienten, für den ein Lebendspender zur Verfügung steht, eine geplante und planbare Operation inklusive aller damit verbundenen Vorteile. Die Nachteile betreffen vor allem den Spender, da ein großer operativer Eingriff mit entsprechender Komplikationsrate an einem gesunden Menschen vorgenommen wird, der eigentlich keine Operation benötigt. Unter strikter Einhaltung der stufenweisen Evaluierung kann aber größtmögliche Sicherheit für den Spender erzielt werden. Das Patientenüberleben nach LDLT und konventioneller OLT ist vergleichbar und liegt bei etwa 80 % 1-Jahresüberleben. Allerdings beziehen sich die aktuellen Statistiken für LDLT auf ein sehr selektioniertes Patientenkollektiv, da bisher vor allem Empfänger mit der größten Wahrscheinlichkeit für ein ausgezeichnetes Langzeitergebnis einer LDLT unterzogen wurden.
 
copyright © 2003–2017 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Impressum
 
Werbung