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Mühlberger V et al.  
Koronarangiographie und PCI in Österreich im Jahr 2005 (mit AUDIT 2004 bis 2006)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2007; 14 (1-2): 18-30

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Abb. 1: Rückmelderate Abb. 2: PCI - CA Abb. 3: PCI -CA Abb. 4: DES-Fälle Abb. 5: DES Abb. 6: PCI - Myokardinfarkt Abb. 7: PCI - Mortalität Zum letzten Bild



Keywords: KardiologieKoronarangiographiePCIperkutane koronare InterventionStatistikÖsterreich

2005 wurden in Österreich 48.791 diagnostische Koronarangiographien (CA) und 18.591 perkutane koronare Interventionen (PCI) durchgeführt. Das entspricht einer Zunahme der CA-Fallzahlen von 9,1 % und der PCI-Fallzahlen von 11,1 % gegenüber 2004. Der Prozentanteil PCI/CA ist in den Jahren 2001–2005 signifikant von 31,1 % auf 38,1 % angestiegen (p ≤ 0,001). 2005 arbeiteten in Österreich zwei Zentren mehr als 2004, alle 32 Zentren führten im Jahr 2005 nicht nur Koronarangiographien sondern zusätzlich auch PCI durch. In 4328 Fällen erfolgte eine akute PCI wegen eines Myokardinfarktes (Akut-PCI), der Prozentanteil ist in den Jahren 2002–2005 von 11,7 % auf 23,3 % aller PCI signifikant angestiegen (p ≤ 0,005). Die Hospitalmortalität 2005 nach PCI beträgt 1,12 % und setzt sich zusammen aus Mortalität der (elektiven) nicht akuten PCI von 0,28 % (40/14.263) und Mortalität für Akut-PCI von 3,88 % (168/4328). Hier ist wiederum die Mortalität nach Akut-PCI im Infarkt mit Schock (109/479 = 22,8 %) ausschlaggebend, während die Mortalität nach Akut-PCI im Infarkt ohne Schock (59/3849 = 1,53 %) niedrig bleibt. Statistisch hat sich die relative Mortalität gegenüber 2004 nicht signifikant geändert. Die Rate notfallmäßiger Operationen nach PCI-Komplikation betrug 2005 unverändert 0,12 %, die Mortalität infolge notfallmäßiger Operationen betraf 3 der 22 Patienten. Insgesamt wurden bei 16.880 Fällen (91 % der PCI-Fälle) Stents implantiert. "Drug-eluting Stents" (DES) mit einem Anteil von derzeit 66,4 % aller Stentfälle haben sich in den letzen Jahren (22,4 % im Jahr 2003; p ≤ 0,001) durchgesetzt. Eingriffe wegen Instent-Restenose sind 2003, 2004 und 2005 bei 4,9 %, 5,5 % und 4,9 % (p = 0,014) aller PCI-Fälle dokumentiert, wobei eine Brachytherapie nur mehr bei 3 Fällen zur Anwendung kam. Der Anteil von Eingriffen unter Verwendung von IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten ist mit 22,1 % 2003, 17,8 % 2004 und 19,4 % der Stentfälle 2005 signifikant rückläufig (p ≤ 0,001) und bei Punktionen am Arm mit 2,2 % 2003, 1,7 % 2004 und 3,6 % 2005 der PCI-Fälle nicht mehr rückläufig. Hingegen hat die Anzahl der verwendeten Hilfsmittel zum Punktionsverschluß von 2003 bis 2005 von 48,3 % auf 65,0 % der PCI signifikant zugenommen (p ≤ 0,001). 2004 bis 2006 fanden in 18 der 32 österreichischen Labors insgesamt 19 Monitorvisiten statt. Im europäischen Vergleich lag Österreich 2005 mit 6009 CA und 2290 PCI pro Million Einwohner und auch bezüglich der Anteile PCI/CA und DES/Stent weiter im vorderen Feld. Die Daten werden über http://iik.msig.at kommuniziert.
 
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