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Summary
Klug G et al.  
Morphologische und funktionelle Magnetresonanztomographie-Untersuchungen nach interventioneller Revaskularisierung bei akutem Myokardinfarkt

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (3-4): 73-76

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Abb. 1: MRT-Datenauswertung Abb. 2: Infarzierte Segmente



Keywords: KardiologieMRTMyokardinfarktPTCA

Motivation: Im Rahmen der vorliegenden Studie sollte der quantitative Zusammenhang zwischen der Ischämiezeit ("pain-to-balloon time") und der Erholung der linksventrikulären regionalen Funktion nach primärer PTCA akuter Myokardinfarkte mittels kardialer MRT geklärt werden. Methoden: Wir führten sowohl Cine- als auch Late-Enhancement- (LE-) MRT-Untersuchungen an 40 Patienten mit erstem Myokardinfarkt kurz nach Wiederherstellung eines TIMI-3-Flusses sowie 4 Monate danach durch. Infarzierte Segmente wurden anhand der LE-Kurzachsenschnitte definiert. Die Parameter der regionalen Wandbewegung wurden anhand der Kurzachsen-Cine-Aufnahmen quantifiziert. Die Einteilung der Segmente folgte dem AHA-17-Segmentemodell. Es wurden Patientengruppen mit einer Ischämiezeit von < 3, 3–6, 6–12 und > 12 Stunden gebildet. Ergebnisse: Von 640 untersuchten Segmenten zeigten 335 (52 %) eine Signalverstärkung 15 min. nach Kontrastmittelgabe im Sinne eines LE sowie eine konsekutiv erniedrigte regionale Wandbewegung („segmental wall thickening“ [SWT] 49 ± 2 % vs. 60 ± 2 % bei übrigem Myokard; p < 0,01). Bemerkenswerterweise unterschieden sich die mittlere maximale Transmuralität sowie die Baseline-SWT innerhalb der Gruppen nicht signifikant. Es zeigte sich jedoch nur in den Gruppen, welche innerhalb von 6 Stunden reperfundiert wurden, eine signifikante Zunahme der regionalen Wandverdickung (p < 0,001). Im Follow-up zeigte sich eine signifkant verbesserte Wandbewegung bei früher Reperfusion innerhalb von 3 Stunden (< 3 h: 74 ± 4 %; 3–6 h: 57 ± 4 %; 6–12 h: 48 ± 7 %; < 3 bis 3–6 h: p < 0,003 und < 3 bis 6–12 h: p < 0,001). Ebenso zeigte sich in dieser Gruppe eine deutlich höhere Zunahme der regionalen Funktion (< 3 h: +21 ± 3 %; 3–6 h: +8 ± 4 %; 6– 12 h: +6 ± 3 %; < 3 h bis 3–6 h und 6–12 h; p < 0,02). Schlussfolgerung: Es konnten erstmals mittels kardialer MRT die quantitativen Auswirkungen früher Reperfusion bei akuten Myokardinfarkten mittels primärer-PTCA gezeigt werden.
 
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