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Köller M, Nöbauer-Huhmann I  
Früharthritis - früh erkennen, früh behandeln

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2008; 15 (3): 119-122

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Abb. 1: Früharthritis Abb. 2: Arthritis Abb. 3: Arthritis



Keywords: ArthritisRadiologieRheumatologieTherapie

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung im Erwachsenenalter. Sie zeigt einen chronisch destruierenden Verlauf, wobei die entzündliche Aktivität besonders in der Anfangsphase der Erkrankung stärker ausgeprägt ist. Eine frühe Therapie, günstigenfalls innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Beschwerden, führt zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose und des Therapieerfolges. In der Frühphase der Erkrankung sind oft die Kriterien zur Klassifikation einer RA nicht erfüllt. Bei diesen undifferenzierten Arthritiden (UA) ist das Hauptziel, die Chronifizierung und eine Differenzierung zur RA zu verhindern. Der Beginn einer adäquaten krankheitsmodulierenden Therapie (DMARD) ist zu diesem Zeitpunkt vom Risikoprofil abhängig. Ungünstige Prädiktoren sind Alter, Geschlecht, Befall der Hände, positiver Rheumafaktor und der Nachweis von Antikörpern gegen zyklisches citrulliniertes Peptid (Anti-CCP). Nativradiologisch zeigen maximal 20 % der Patienten mit einer frühen Arthritis erosive Veränderungen. Heute stehen mit der Magnetresonanztomographie, Power-Doppler- oder Kontrastmittel-Sonographie Verfahren zur Verfügung, die sowohl eine synoviale Inflammation als auch nativradiologisch nicht sichtbare ossäre und chondrale Defekte erfassen. Patienten mit einer persistierenden Arthritis in zwei oder mehr Gelenken sollen innerhalb von sechs Wochen bei einem Rheumatologen vorstellig werden. Bei einem Risiko für die Entwicklung eines erosiven Verlaufs oder auch einer RA sollte eine Therapie mit einem DMARD begonnen werden, wobei Methotrexat als Mittel der Wahl gilt. Die Dokumentation des Gelenkstatus mit synovitischen Schwellungen und Druckdolenz sowie die regelmäßige Kontrolle von Entzündungsparametern, Röntgenaufnahmen und die Einschätzung der Krankheitsaktivität durch Patient und Arzt sind essenziell bei den Verlaufskontrollen, um das Therapieziel – eine Remission – zu erreichen.
 
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