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Radmayr Ch  
Kryptorchismus - Gegenwärtige Konzepte

Journal für Urologie und Urogynäkologie 2009; 16 (2) (Ausgabe für Österreich): 40-42
Journal für Urologie und Urogynäkologie 2009; 16 (2) (Ausgabe für Schweiz): 27-30

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Abb. 1: Kryptorchismus Abb. 2: Kryptorchismus Abb. 3: Kryptorchismus



Keywords: KindUrologie

Der Kryptorchismus betrifft etwa 1 % aller Termingeborenen im Alter von 1 Jahr. Eine simple Einteilung in tastbaren und nichttastbaren Hoden ist die gegenwärtig empfohlene. Im Falle bilateraler nicht-tastbarer Hoden sowie Hinweise auf eine Störung der Geschlechtsentwicklung ist unbedingt eine entsprechende endokrinologische und genetische Aufarbeitung indiziert. Um histologische Veränderungen am Hodenparenchym abzuwenden, sollte die Behandlung derart rechtzeitig beginnen, dass sie mit dem 18. Lebensmonat abgeschlossen ist. Dies inkludiert sowohl die medikamentöse als auch chirurgische Therapie. Knaben mit lediglich einseitigem Kryptorchismus bzw. Hodenhochstand haben ein Risiko für eine erniedrigte Fertilitätsrate aber unbeeinträchtigte Paternitätsrate, während die mit bilateralem Hodenhochstand sowohl eine Beeinträchtigung der Fertilitäts- als auch Paternitätsrate haben. Kryptorchismus geht einher mit einem erhöhtem Risiko in Bezug auf Entwicklung eines Hodentumors. Neuere Studien konnten allerdings belegen, dass eine frühzeitige Orchidopexie in der Lage ist, dieses Risiko zu minimieren.
 
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