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Knur R  
Karotisstentangioplastie mit Filterprotektion bei Patienten mit hohem Operationsrisiko: ein Erfahrungsbericht

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2009; 6 (4): 6-12

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Abb. 1: Stentangioplastie Abb. 2: Stentangioplastie Abb. 3: Stentangioplastie



Keywords: AngiologieArteria carotisKardiologieStent

Hintergrund: Die Karotisstentangioplastie (CAS) ist ein minimal-invasives Verfahren zur Behandlung symptomatischer und asymptomatischer Karotisstenosen und hat sich inzwischen als interessante Alternative zur Karotisendarteriektomie (CEA) im klinischen Alltag etabliert. Insbesondere bei Hochrisikopatienten für eine Karotisendarteriektomie ist sie dieser ebenbürtig, wenn nicht überlegen. In der vorliegenden Arbeit wird über die klinischen Erfahrungen mit der Karotisstentangioplastie mit Filterprotektion bei Patienten mit hohem Risiko für eine Karotisendarteriektomie berichtet. Methode: Von Oktober 2006 bis September 2008 wurden bei 51 konsekutiven Hochrisikopatienten mit 55 hochgradigen Karotisstenosen routinemäßig Stentangioplastien unter Verwendung der zerebralen Filterprotektion durchgeführt. Es handelte sich um Patienten, die aufgrund ihres Lebensalters, bedeutsamer kardiopulmonaler Komorbiditäten oder ungünstiger anatomischer Voraussetzungen ein erhöhtes Operationsrisiko aufwiesen (Tab. 1 und 2). Ergebnisse: Das primäre Behandlungsziel, die Platzierung des Protektionssystems und die Beseitigung der Karotisstenose durch Stentimplantation, wurde bei 49 von 51 Patienten (technische Erfolgsrate 96 %) erreicht. Innerhalb der ersten 30 Tage traten ein Schlaganfall, eine transitorisch ischämische Attacke, ein Hyperperfusionssyndrom, kein Myokardinfarkt und kein Todesfall auf. Die kombinierten Schlaganfall-, Myokardinfarkt- und Todesraten innerhalb von 30 Tagen und 6 Monaten betrugen jeweils 2 %. Rezidivstenosen traten bis 6 Monate nicht auf. Schlussfolgerung: Es konnte gezeigt werden, dass die Karotisstentangioplastie mit Filterprotektion eine effektive und sichere Methode zur Behandlung hochgradiger Karotisstenosen bei chirurgischen Hochrisikopatienten darstellt.
 
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