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Spezielle Probleme bei Substitutionspatienten mit Hepatitis C

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2010; 8 (2): 7-10

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Keywords: Hepatologie

Substitutionspatienten oder Patienten mit aktivem Substanzmissbrauch und chronischer Hepatitis C erhielten bislang zumeist aus unterschiedlichen Gründen, wie mangelnder Compliance, fehlendem Interesse, hohen Rückfalls- und Reinfektionsraten sowie psychiatrischen Komorbiditäten, oft keine entsprechende antivirale Therapie. In den vergangenen Jahren konnte jedoch in verschiedenen kleineren Studien gezeigt werden, dass die SVR- („sustained virologic response“-) Rate dieser Patientengruppe unter gewissen Rahmenbedingungen durchaus vergleichbar ist mit der anderer Patienten. Sowohl die psychiatrische Komorbidität als Kontraindikation einer solchen Behandlung als auch die mangelnde Compliance mit einer entsprechend hohen Abbruchrate der Therapie konnten als Argument gegen eine adäquate Therapie der Hepatitis-CInfektion entkräftet werden. Im Rahmen einer polyvalenten Suchtproblematik nimmt die Therapie von Begleiterkrankungen, wie z. B. die der chronischen Hepatitis C und ihrer möglichen Folgeerkrankungen und Komplikationen, zunehmend einen wichtigen Stellenwert ein. Für diese spezielle Patientengruppe mit hoher Morbidität erwies sich erwartungsgemäß ein multidisziplinärer Ansatz als optimale Therapie. Die intensive Kooperation zwischen Internisten/ Hepatologen/Infektiologen und Psychiatern sowie die Einbindung von Sozialarbeitern, Psychologen und Therapeuten gibt den Patienten einen engen, gut kontrollier- und koordinierbaren therapeutischen Behandlungsrahmen, in dem diese doch mit erheblichen Nebenwirkungen behaftete Therapie sicher durchgeführt werden kann. Eventuell auftretende Komplikationen können in einem multidisziplinären Umfeld rasch und auf allen Ebenen (somatisch wie psychogen) diagnostiziert und gegebenenfalls auch präventiv erfolgreich gehandhabt werden. Entsprechend kann ein derart multidisziplinärer Ansatz eventuell in weiterer Folge auch zu Kosteneinsparungen führen.
 
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