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Esposito I et al.  
Zystische Pankreastumoren: Klassifikation und malignes Potenzial

Journal für Gastroenterologische und Hepatologische Erkrankungen 2011; 9 (3): 30-36

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Abb. 1a-b: Neoplasie Abb. 2a-b: Neoplasie Abb. 3a-d: Neoplasie Abb. 4: Neoplasie Abb. 5: Neoplasie Abb. 6: Neoplasie



Keywords: GastroenterologieNeoplasieOnkologiePankreas

Zystische Pankreastumoren, obwohl insgesamt selten, haben an Bedeutung zugenommen, da sie zu den gut diagnostizierbaren, gut behandelbaren und prognostisch zumeist günstigen Tumoren des Pankreas gehören. Die Kenntnis der wichtigsten klinisch-pathologischen Charakteristika (Alters- und Geschlechtsverteilung, Lokalisation, Bezug zum Gangsystem, relative Häufigkeit) erlaubt bereits eine präoperative Einordnung der zystischen Pankreastumoren in „Low"- und "High-risk"-Läsionen. Die postoperative morphologische und immunhistochemische Diagnostik vervollständigt die prognostische Stratifizierung und bestimmt die Nachsorge. Das Spektrum der zystischen Pankreasläsionen und -neoplasien ist groß, kann jedoch auf die 5 häufigsten Läsionen/Neoplasien (Pseudozyste, intraduktal papillär-muzinöse Neoplasie [IPMN], muzinös- zystische Neoplasie [MCN], serös-zystische Neoplasie [SCN] und solid-pseudopapilläre Neoplasie [SPN]) beschränkt werden, da diese > 95 % aller zystischen Pankreasprozesse ausmachen. Unter den Neoplasien sind die IPMN und MCN am wichtigsten. Sie zeigen eine Adenom-Karzinom- Sequenz, sodass die Resektion therapeutisch an erster Stelle steht. Bei den IPMN muss darüber hinaus eine Subtypisierung in Hauptund Seitengang-IPMN durchgeführt werden, da dadurch eine weitere prognostische Stratifizierung möglich ist. SPN und SCN sind niedrig maligne bzw. benigne Tumoren ohne große prognostische Probleme. Insgesamt gilt für die zystischen Läsionen und Neoplasien des Pankreas, dass ihre spezifische Behandlung eine genaue Klassifizierung und damit eine enge Zusammenarbeit zwischen Klinik und Pathologie verlangt.
 
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