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Richling B  
Endovaskuläre Verfahren zur Behandlung von intrakraniellen Gefäßmißbildungen oder Aneurysmen

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2002; 3 (4): 12-16

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Abb. 1: AV-Angiom Abb. 2: Angiomnidus - Embolisat Abb. 3: AV-Angiom - okzipital Abb. 4: AV-Angiom - Embolisat Abb. 5: Platinspirale - Coil Abb. 6: Aneurysma - Coil Abb. 7: Aneurysma - Papaverin - Ballon-Angioplastie Zum letzten Bild



Keywords: Embolisationintrakranielle GefäßmißbildungenNeurochirurgiezerebrales Aneurysma

Endovaskuläre Verfahren spielen heute in der Behandlung von intrakraniellen Gefäßmißbildungen (AV-Malformationen) oder zerebralen Aneurysmen eine bedeutende Rolle. Bei den ersteren ist der endovaskuläre Eingriff selten als solcher heilend, das heißt, er führt meist nicht zur permanenten und völligen Ausschaltung des Angioms. Häufig wird die Embolisation als Vorbereitung zum mikrochirurgischen oder auch zum radiochirurgischen Eingriff durchgeführt. Bei zerebralen Aneurysmen hingegen stellt das endovaskuläre Behandlungsverfahren mittels Platinspiralen eine weltweit eingeführte Alternative zur Mikrochirurgie dar, wobei bei der Wahl zum endovaskulären Vorgehen dem entscheidenden Therapeuten bewußt sein muß, daß die "Aneurysmaembolisation" zwar den Vorteil des atraumatischen Zugangs zum Aneurysma hat, jedoch andererseits den Nachteil in sich trägt, daß das angiographische Ergebnis der Embolisation (von kleinen oder schmalhalsigen Aneurysmen abgesehen) über die Zeit instabil ist und Nachkontrollen und eventuell Nachembolisationen bedarf. Man kann jedoch davon ausgehen, daß die technischen Entwicklungen bereits in der allernächsten Zeit den heutigen Nachteil der Langzeitinstabilität größtenteils kompensieren werden können und somit den endovaskulären Verfahren in der Behandlung zerebraler Aneurysmen zukünftig ein noch größerer Spielraum eingeräumt werden wird.
 
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