| Tiebel N et al. | ||||
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Low-dose CT als gute Alternative zur Darstellung des ventrikuloperitonealen Shuntverlaufs bei Erwachsenen // Low-dose CT as Reliable Alternative for Imaging Ventriculoperitoneal Shunts in Adults Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2016; 17 (4): 131-133 Volltext (PDF) Fallbeschreibung Praxisrelevanz Abbildungen mit Filmsequenzen
Keywords: Hydrocephalus, Low-dose-CT, Neurochirurgie, Strahlenhygiene, Strahlenschutz, ventrikuloperitonealer Shunt We need to set focus on radiation protection at our daily work as neurosurgeons. In patients with ventriculo-peritoneal shunts (VPS) this seems to be very important. Those patients suffer from higher radiation doses than non-shuntpatients in their life. Therefore we developed a new CT-protocol to protect adults with VPS from exorbitant radiation doses. Our new protocol reduces the x-ray dose to 50 percent compared to the effective dose [E] in conventional shunt imaging. Furthermore the imaging of the catheter‘s run is exact, accurate and examiner independent. Even disconnected or dislocated catheters can be identified. We think that this new protocol will make conventional x-raying for imaging VPS obsolete.
Kurzfassung: Als eine von der modernen
Schnittbildgebung abhängigen Fachrichtung müssen
wir Neurochirurgen im klinischen Alltag die
Strahlenbelastung unserer Patienten immer wieder
kritisch hinterfragen, überprüfen und – wenn
möglich – reduzieren oder sogar vermeiden. Hinsichtlich
VP-Shuntpatienten (ventrikuloperitoneal)
ist das Augenmerk auf die Strahlenbelastung
besonders wichtig, da häufige Kontrollen des
Shuntverlaufes notwendig sind. Shuntpatienten
haben leider das Potenzial, „Drehtürpatienten“ zu
werden, da meist jegliche abdominelle, gastrointestinale
oder cephalgieforme Problematik zunächst
dem Shunt zugeschrieben wird. In solchen
Fällen liegt es dann an uns Neurochirurgen, die
Verdachtsdiagnose einer Shuntdys-/-fehlfunktion
auszuschließen. Hierbei erfolgt meist die radiologische
Darstellung des Katheterverlaufs. Somit
sind VP-Shunt-Patienten potenziell einer höheren
Strahlendosis in ihrer Patientenkarriere ausgesetzt
als andere Patientengruppen. Aufgrund dessen
entwickelten wir gemeinsam mit der Radiologie
ein Low-dose-CT-Protokoll zur Darstellung des
Shuntverlaufes in einer Bildsequenz. Unser Protokoll
reduziert die Strahlenbelastung um ca. 50 %
im Vergleich zur konventionellen Röntgendarstellung.
Ferner ist die Bildgebung untersucherunabhängig
auswertbar und sicher zu interpretieren.
Auch Dislokationen werden eindeutig dargestellt.
Dieses Protokoll macht die klassische Röntgendarstellung
des Katheterverlaufs überflüssig. |
