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Schneider N  
Ethische Fragen am Beginn menschlichen Lebens: Die Position der evangelischen Kirche in Deutschland

Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2018; 15 (2): 90-95

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Keywords: EthikEvangelische Kirche

Vorbemerkungen der Initiatoren des XIV. Grevenbroicher Dialogs
Am Samstag, den 27.01. 2018 fand der 14. Grevenbroicher Dialog „Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin“ statt. Vor dem Hintergrund, dass in verschiedenen Landesärztekammern Änderungen der Berufsordnung hinsichtlich reproduktionsmedizinischer Verfahren anstehen, werden wichtige Fragen intensiv zu diskutieren sein. Die zunehmende Anwendung des „Deutschen Mittelweges“, die daraus vielfach resultierende Notwendigkeit zur planwidrigen Kryokonservierung von Embryonen, die Polkörperbiopsie bei Blastozystenkultur oder die Embryospende/Embryoadoption sind wichtige Änderungen in der Strategie reproduktionsmedizinischer Therapien. Reproduktionsmedizinerinnen und Reproduktionsmediziner aber auch Patientenpaare werden dabei nicht nur mit Fragen nach der rechtlichen Zulässigkeit dieser Therapiekonzepte konfrontiert. Auf dieser Veranstaltung hat Frau Prof. Dr. med. Susannen Schwalen, Geschäftsführende Ärztin der Ärztekammer Nordrhein, in ihrem Grundsatzreferat die Grenzen zwischen „erlaubt“ und „nicht erlaubt“ aufgezeigt und dabei hervorgehoben, dass ohne ein Fortpflanzungsmedizingesetz für Deutschland vieles nicht abschließend geklärt werden kann. Damit sehen sich nicht nur die Ärztekammern, sondern auch die praktizierenden Reproduktionsmedizinerinnen und Reproduktionsmediziner unverändert mit dem Dilemma notwendiger, persönlicher Entscheidungen in ihrer täglichen Praxis vor einem rechtlich oft unsicheren Hintergrund konfrontiert. Außerdem muss nicht jeder vertreten und durchführen, was er nicht vor sich selbst verantworten kann: z.B. das Verwerfen nicht mehr zu verwendender, kryokonservierter Embryonen. Damit wird die viel wichtigere Frage nach „richtig“ oder „falsch“ gestellt bzw. besser, ob das, was wir tun, auch „gut“ ist. Wir haben deshalb Herrn Nikolaus Schneider gebeten, die ethischen Fragen und Probleme am Beginn des menschlichen Lebens dazulegen, und danken ihm sehr für diesen auch sehr persönlichen Vortrag. Die evangelische Position erscheint in diesem Zusammenhang besonders interessant, da sie die individuelle Entscheidung des Einzelnen fordert und fördert und sich nicht auf ein Lehramt beruft. Wir glauben, diese Gedanken passen sehr gut zur gegenwärtigen Diskussion und den anstehenden Formulierungen in den Berufsordnungen. Wir danken den Herausgebern und dem Verlag des JRE, die den Abdruck dieses wichtigen Vortrages ermöglicht haben.
Prof. Dr. Christian Gnoth, Dr. Daniel Fehr
Praxisklinik für Reproduktionsmedizin green-ivf, Grevenbroich
 
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