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Gütl K  
Verlängerte Thromboembolieprophylaxe beim internistischen Patienten // Extended Thromboprophylaxis in medical patients

Zeitschrift für Gefäßmedizin 2020; 17 (3): 7-12

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Keywords: Antikoagulationinternistischer PatientProphylaxeRisikoassessmentvenöse Thromboembolie

Hospitalized medical patients are at increased risk for venous thromboembolism. Current international guidelines recommend anticoagulant prophylaxis by use of low-molecular weight heparin or alternatively by unfractionated heparin or fondaparinux in these patients in order to reduce the risk of venous thromboembolism. Various models are available for the assessment of the individual risk of venous thromboembolism in hospitalized medical patients. As the risk of venous thromboembolism persists after hospital discharge, extented thromboprophylaxis with low-molecular weight heparin and also with direct oral anticoagulants has been extensively investigated, but the superior efficacy was diminised by the unfortunate safety profile. Therefore, international guidelines recommend against the use of prophylactic anticoagulation beyond the hospital stay.
Kurzfassung: Hospitalisierte Patienten mit internistischen Akuterkrankungen weisen ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien auf. In führenden internationalen Leitlinien wird demzufolge eine prophylaktische Antikoagulation in diesem Patientengut für die Dauer der Hospitalisierung empfohlen, wodurch das Risiko für das Auftreten einer venösen Thromboembolie signifikant reduziert werden kann. In den überwiegenden Fällen sind niedermolekulare Heparine in dieser Indikationsstellung die bevorzugten Substanzen, alternativ kann jedoch auch unfraktioniertes Heparin oder Fondaparinux verwendet werden. Zur Ermittlung des individuellen Risikos stehen diverse Scores zur Verfügung. Das Risiko für venöse Thromboembolien besteht nachweislich jedoch auch über die Dauer der Hospitalisierung hinaus fort, sodass zahlreiche Studien den Benefit einer verlängerten prophylaktischen Antikoagulation sowohl mit niedermolekularem Heparin als auch mit direkten oralen Antikoagulanzien untersucht haben. Aufgrund eines fehlenden Netto-Benefits findet die prolongierte Thromboembolieprophylaxe beim internistischen Patienten jedoch keinen Eingang in internationale Empfehlungen.
 
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