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Gerges M, Bonderman D  
DFP/CME: Eisentherapie bei Herzinsuffizienz nach Leitlinien – Update 2022 // Iron therapy in heart failure – Update 2022

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (1-2): 24-29

DFP/CME-Akademie der Ärzte
DFP/CME-Akademie der Ärzte
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Keywords: AnämieEisenmangelHerzinsuffizienzintravenöse Eisensupplementierung

Anemia is a common comorbidity in patients with heart failure (HF). The Pathophysiology is diverse and includes nutritional deficiencies, blood loss through the gastrointestinal tract, decreased iron absorption and decreased release of stored iron. It’s an independent predictor of reduced physical performance, quality of life and recurring hospitalizations. Both oral iron therapy as well as erythropoietin stimulating agents are not effective in patients with heart failure with reduced ejection fraction and iron deficiency.
In recent years the focus has shifted to the role of iron deficiency, which is very common in heart failure, even in patients who are not anemic. The criteria for the diagnosis are now good established, and it is recommended that every patient should be checked for iron deficiency with HF. There is strong evidence that this leads to reduced hospitalizations and improved quality of life. Therefore, iron supplementation with intravenous ferric carboxymaltose should be considered in patients with HF and left ventricular ejection fraction < 45% to improve symptoms, exercise capacity and quality of life. The results ongoing studies such as “FAIR-HFpEF” are expected to deliver crucial evidence with regard to the effects of intravenous iron carboxymaltose in patients with heart failure with preserved ejection fraction.
Kurzfassung: Anämie ist eine sehr häufige Komorbidität bei Patienten mit Herzinsuffizienz (HF). Die Pathophysiologie ist vielfältig und umfasst Ernährungsmängel, Blutverlust durch den Magen-Darm-Trakt, verminderte Eisenaufnahme und verminderte Freisetzung von gespeichertem Eisen. Es ist ein unabhängiger Prädiktor für reduzierte körperliche Leistungsfähigkeit, Lebensqualität und wiederkehrende Hospitalisierungen. Sowohl die orale Eisentherapie als auch Erythropoietin-stimulierende Mittel sind nicht wirksam bei HF mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion und Eisenmangel.
Der Fokus hat sich auf die Rolle des Eisenmangels verlagert, der bei HF sehr häufig auftritt, auch bei Patienten, die nicht anämisch sind. Die Kriterien für die Diagnose sind inzwischen gut etabliert und es wird empfohlen, dass jeder Patient mit HF auf Eisenmangel untersucht werden sollte. Es gibt schlüssige Evidenz dafür, dass dadurch Hospitalisierungen reduziert und die Lebensqualität verbessert werden. Daher sollte eine Eisensupplementierung mit intravenöser Eisencarboxymaltose zur Verbesserung der Symptome, Belastungsfähigkeit und Lebensqualität bei Patienten mit HF und einer linksventrikulären Ejektionsfraktion < 45 % in Betracht gezogen werden. Die Ergebnisse aktuell laufender Studien wie „FAIR-HFpEF“ werden erwartet, die wegweisende Evidenz im Hinblick auf die Wirkungen von Eisencarboxymaltose bei Herzinsuffizienz mit erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion liefern könnten.
 
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