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Die kardialen Troponine: wird die Bedeutung überschätzt? Eine kritische Analyse der klinischen Relevanz Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 1998; 5 (6): 287-298 Volltext (PDF) Summary Keywords: Kardiologie, Troponin Die kardialen Troponine, die als Teil der kontraktilen Proteine Kraft und Geschwindigkeit der Muskelkontraktion regulieren, werden bei Auftreten einer Myokardschädigung im systemischen Kreislauf nachweisbar. Durch ihre hohe Sensitivität und Spezifität kommen sie den Kriterien eines idealen Markers für die laborchemische Diagnose einer akuten ischämischen Herzerkrankung sehr nahe. Der Nachweis einer Troponinerhöhung hat zur Prägung des Begriffes des Mikroinfarktes beigetragen und die Risikostratifizierung bei Patienten mit instabiler Angina pectoris und akutem Myokardinfarkt entscheidend verbessert. Die Triage in der Notaufnahme bei Patienten mit Thoraxschmerzen und die nicht-invasive Erfolgskontrolle der Thrombolysetherapie stellen weitere Anwendungsbereiche dieser neuen Marker dar. Jedoch sollte derzeit der Einsatz der kardialen Troponine auf ausgewählte klinische Fragestellungen beschränkt bleiben, da bisher eindeutige Richtlinien fehlten, welche diagnostischen und therapeutischen Konsequenzen bei Nachweis einer Troponinerhöhung zu ziehen sind. Die generelle Anwendung dieser teuren Testmethode ist erst dann zu rechtfertigen, wenn das Testresultat das weitere Patientenmanagement nachhaltig beeinflußt. |
