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Akuter Hinterwandinfarkt mit perkutaner koronarer Intervention (PCI) Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2005; 12 (11-12): 317 Volltext (PDF) Fallbeschreibung Abbildungen mit Filmsequenzen
Keywords: Angiographie, Fallbericht, Kardiologie, Myokardinfarkt, perkutane koronare Intervention Anamnese und Untersuchungsbefunde: Der 43jährige männliche Patient verspürte erstmals 4 Tage vor der stationären Aufnahme elastungsabhängige pektanginöse Beschwerden. Am Aufnahmetag (19.10.2005, 21 Uhr 30) berichtet er über anhaltende Schmerzen seit ca. 6 Stunden. Im auswärtigen Krankenhaus (KH Mittersill) wurde im EKG ein akuter Hinterwandinfarkt diagnostiziert und die Entscheidung für eine primäre perkutane koronare Intervention (pPCI) gestellt. Der Grund hierfür waren die Zeitlatenz seit Symptombeginn und die rasche Erreichbarkeit eines Interventionszentrums (KH Schwarzach) bei einem strukturierten Netzwerk für das Management beim akuten koronaren Syndrom. In Notarztbegleitung traf der Patient 30 Minuten nach Ankündigung ein. Der Patient hatte auswärts im Krankenhaus Mittersill folgende Therapie erhalten: Plavix 4 Tbl., Beloc 1 Amp., Acemin 2,5 mg 0-0-1; Pravachol 40 mg 0-0-1; Lovenox 30 mg i. v.; Lovenox 70 mg s. c.; Aggrastat (laufender Perfusor); Pantoloc 40 mg; 500 ml Ringer; 500 ml 5%ige Glukose. Film 1: Verschlossene rechte Kranzarterie ab Segment 2 Film 2: Drahtpassage der Verschlußstelle Film 3: Mit Ballon wiedereröffnetes Gefäß mit Kontrastmittelaussparung bei Thrombus und signifikanter Stenose. Film 4: TIMI-3-Fluß nach Stentimplantation. Zusammenfassung Die primäre PCI bei akutem Infarkt ist nach einem Symptombeginn von mehr als 3 Stunden zu favorisieren, wenn eine Reperfusion nach Diagnosestellung binnen 90 Minuten ermöglicht wird. Diese Vorgehensweise ist in den Guidelines der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) seit März 2005 verankert. |
