| Schulz CH et al. |
|---|
|
Begrenzte Kraniotomie oder primäre dekompressive Kraniektomie zur Behandlung des akuten traumatischen Subduralhämatoms im höheren Lebensalter - eine retrospektive Analyse Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2005; 6 (4): 29-31 Volltext (PDF) Summary Keywords: Alter, Kraniektomie, Neurochirurgie, Studie, Subduralhämatom Hintergrund: Zur chirurgischen Entlastung akuter traumatischer Subduralhämatome kann eine begrenzte Kraniotomie oder eine große dekompressive Kraniektomie mit plastischer Erweiterung der Dura vorgenommen werden. Die Dekompression gilt als das invasivere Verfahren, weshalb es für Patienten im Alter von über 60 Jahren nicht generell empfohlen wird. Ob ältere Patienten nach dekompressiver Kraniektomie im Vergleich zur begrenzten Kraniotomie benachteiligt sind, soll durch eine retrospektive Analyse einer konsekutiven Serie von 25 Patienten näher beleuchtet werden. Methode: In einer retrospektiven Studie wurden 10 Patienten nach begrenzter Kraniotomie und 15 Patienten nach dekompressiver Kraniektomie bei akutem traumatischem Subduralhämatom analysiert. Verglichen wurde hauptsächlich der klinische Verlauf im postoperativen Beobachtungsintervall von 4 Wochen gemessen am Glasgow-Outcome-Score. Resultate: Das Hämatomvolumen, das Ausmaß der Mittellinienverlagerung und der Zeitraum vom Trauma bis zur Operation unterschieden sich in beiden Gruppen nicht. Auch hinsichtlich des präoperativen Glasgow-Coma-Score (7,7 vs. 5,1 [jeweils Mittelwert]) und dem klinischen Zustand 4 Wochen nach Operation gemessen am Glasgow-Outcome-Score (2,6 vs. 2,1 [jeweils Mittelwert]) konnte kein signifikanter Unterschied errechnet werden. Schlußfolgerung: Signifikante Unterschiede hinsichtlich des klinischen Verlaufes zwischen beiden Gruppen konnten wir nicht aufzeigen. Die dekompressive Kraniektomie zur Behandlung des akuten Subduralhämatoms kommt unserer Meinung nach, abhängig von der Situation des einzelnen Patienten, auch für Ältere in Betracht. |
