| Desole S, Kähler CM |
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Alveoläre Hypoventilation und pulmonale Hypertonie Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (7-8): 236-242 Volltext (PDF) Summary Keywords: Hypertonie, Hypoventilation, Kardiologie, Pneumologie Die alveoläre Hypoventilation ist eine Gasaustauschstörung zwischen der alveolären und der atmosphärischen Luft, basierend auf einer unzureichenden Ventilation des Alveolarraumes. Diese Austauschstörung bedingt eine für dieses Krankheitsbild spezifische Hyperkapnie sowie in weiterer Folge eine Hypoxämie, die mithilfe einer arteriellen Blutgasanalyse leicht festzustellen sind. Der alveolären Hypoventilation können verschiedenste Ursachen zugrunde liegen: so können Störungen des zentralen Atemantriebes, mechanisch-ventilatorische Beeinträchtigungen sowie das Adipositas-Hypoventilationssyndrom (OHS) zu einer alveolären Hypoventilation führen. Im Rahmen einer alveolären Hypoventilation kann es auch zum Auftreten einer pulmonalen Hypertonie kommen (Gruppe III der revidierten Fassung der klinischen Klassifikation der pulmonalen Hypertonie, Venedig 2003). Die Häufigkeit variiert je nach zugrunde liegender Ursache und kann zum Beispiel beim OHS bis zu 59 % betragen. Durch gezielte und individuell auf den Patienten angepasste therapeutische Maßnahmen können Patienten mit diesem Krankheitsbild und assoziierter pulmonaler Hypertonie behandelt werden. Zum Einsatz kommen hierbei mechanische Ventilationshilfen, die zu einer wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes des Patienten führen. Zur Diagnosestellung einer idiopathischen pulmonal arteriellen Hypertonie muss die mögliche Differentialdiagnose einer alveolären Hypoventilation ausgeschlossen werden. Somit muss im Rahmen des diagnostischen Standard-Algorithmus der pulmonalen Hypertonie auf jeden Fall eine Blutgasanalyse durchgeführt werden. |
