Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
Artikel   Bilder   Volltext

Mobile Version
A-  |   A  |   A+
Werbung
 
Summary
Wobrock T, Falkai P  
Kombinationstherapie in der Behandlung schizophren Erkrankter jenseits der Polypharmazie

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2008; 9 (3): 32-38

Volltext (PDF)    Summary    Praxisrelevanz   




Keywords: PsychiatrieSchizophrenie

Die Kombination verschiedener Antipsychotika miteinander sowie von Antipsychotika mit anderen Psychopharmaka wie Antidepressiva, Stimmungsstabilisierern oder Benzodiazepinen in der Behandlung schizophren Erkrankter ist in der klinischen Praxis häufig, obwohl in den bisherigen Leitlinien die antipsychotische Monotherapie deutlich präferiert wird. In der vorliegenden Arbeit werden die randomisierten, kontrollierten Studien zur Kombinationstherapie mit den genannten Substanzen zusammengefasst und kritisch bewertet. Dabei wird deutlich, dass hauptsächlich theoretisch geleitete Überlegungen den Hintergrund für eine Kombination verschiedener Antipsychotika darstellen, und eine Empfehlung mit hoher Evidenz hierzu bei heterogener Studienlage nicht abgegeben werden kann. Die Augmentation mit Antidepressiva bei persistierender Negativsymptomatik sowie mit Stimmungsstabilisierern bei zusätzlichen affektiven Symptomen kann aufgrund der derzeitigen Studien noch am ehesten empfohlen werden. Die Durchführung weiterer randomisierter, kontrollierter Studien ist notwendig, um fundierte Behandlungsempfehlungen mit ausreichendem Evidenzgrad hinsichtlich zu bevorzugender Kombinationen bei Patienten mit medikamentöser Therapieresistenz machen zu können.
 
copyright © 2000–2026 Krause & Pachernegg GmbH | Sitemap | Datenschutz | Impressum
 
Werbung