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Neue Wege in der Diagnostik der Alkoholkrankheit: Von einer Defizienz-orientierten zur Ressourcen-orientierten Diagnostik Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2008; 9 (3): 46-52 Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Keywords: Alkoholkrankheit, Psychiatrie Da eine globale kategoriale Diagnostik der Alkoholkrankheit die in sie gesetzten therapeutischen und prognostischen Erwartungen nicht erfüllen konnte, versuchte man mittels Subgruppierungen und Typologien diesem Problem gerecht zu werden. Aber auch diese Subklassifizierungsversuche scheiterten im Wesentlichen aufgrund der jeder kategorialen Diagnostik inhärenten Grenzziehungsund Überschneidungsproblematik im Einzelfall: Die überwiegende Mehrzahl der Patienten präsentiert sich als "Mischtyp", womit solche Klassifizierungsversuche keine bzw. nur sehr geringe Therapie- bzw. Prognoserelevanz haben. Einen Ausweg aus diesem diagnostischen Dilemma bietet der Paradigmenwechsel von der kategorialen zu einer dimensionalen Diagnostik. Eine dimensionale behandlungsrelevante Diagnostik der Alkoholkrankheit hat aber nicht nur phänomen-, pathogenese- und prozessorientiert zu sein, sie muss immer auch verstehens- und ressourcenorientiert sein, um so die notwendigen Informationen und Grundlagen sowohl für pharmakologische Behandlungsformen als auch für psychotherapeutische und rehabilitative Maßnahmen zu liefern. |
