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Baumgartner C et al.  
Aktueller Stand der prächirurgischen Epilepsiediagnostik

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2001; 2 (2): 21-35

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Keywords: BildgebungElektroenzephalographieEpilepsieEpilepsiechirurgieNeurologie

Ca. 30-50 % aller Patienten mit fokalen Epilepsien leiden an medikamentös therapierefraktären Anfällen. Viele dieser Patienten können durch einen epilepsiechirurgischen Eingriff, bei dem die Hirnregion, von der die Anfälle ihren Ausgang nehmen (epileptogene Zone), reseziert wird, geheilt werden. In Österreich leben ca. 2500-3000 Patienten, die von einem derartigen epilepsiechirurgischen Eingriff profitieren könnten, wobei jährlich 150 neue Patienten hinzukommen. Die Auswahl von geeigneten Patienten erfolgt im Rahmen der präoperativen Epilepsiediagnostik, wobei in einer nichtinvasiven Phase I ein prolongiertes Video-EEG-Monitoring mittels Oberflächen-EEG, eine hochauflösende Kernspintomographie, eine SPECT- und/oder PET-Untersuchung, eine neuropsychologische Testung und fakultativ ein Wada-Test durchgeführt werden. Falls mit diesen Untersuchungen keine konklusive Lokalisation der epileptogenen Zone möglich ist, müssen in einer Phase II invasive elektrophysiologische Methoden (epidurale Peg-Elektroden, Foramen ovale-Elektroden, stereotaktisch implantierte Tiefenelektroden, subdurale Streifen- oder Plattenelektroden) zur Anwendung gebracht werden. An operativen Strategien stehen für die Temporallappenepilepsien die antero-mesiale Temporallappenresektion und die selektive Amygdala-Hippokampektomie, für die extratemporalen Epilepsien kortikale Resektionen, die sich nach strukturellen und elektrophysiologischen Befunden richten, zur Verfügung. Die Methode der multiplen, subpialen Transektionen ermöglicht die Behandlung von Anfällen, die von essentiellen Hirnregionen ihren Ausgang nehmen. Epilepsien im frühen Kindesalter mit katastrophalem Verlauf werden oft durch ausgedehnte Pathologien im Bereich einer Hemisphäre verursacht und können dann durch große multilobäre Resektionen oder Hemisphärektomien erfolgreich behandelt werden. Bei 70 % der Patienten kann durch einen epilepsiechirurgischen Eingriff Anfallsfreiheit erzielt werden, so daß die Epilepsiechirurgie als effektive und sichere Behandlungsmethode von Patienten mit therapieresistenten, fokalen Epilepsien bezeichnet werden kann.
 
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