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Lammers CH, Berking M  
Emotionsbezogene therapeutische Techniken zur Behandlung von psychischen Erkrankungen

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2008; 9 (4): 30-34

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Keywords: Psychotherapie

Nahezu jede psychotherapeutische Schule betrachtet die korrigierende Arbeit an emotionalen Prozessen als zentralen therapeutischen Ansatzpunkt. Belastende Emotionen sind bei der überwiegenden Zahl psychischer Störungen ein zentraler Bestandteil der Symptomatik. Andere Symptome lassen sich oft als dysfunktionale Bewältigungsstrategien zur Vermeidung negativer Emotionen verstehen. Zu den therapeutischen Zielen im Umgang mit dysfunktionalen emotionalen Prozessen gehören u. a. die Einsicht in die Existenz problematischer Emotionen und die Fähigkeit, diese erleben, verstehen, akzeptieren, regulieren, und gegebenenfalls auch aushalten zu können. Von besonderer Bedeutung ist der Aufbau der Kompetenz, emotionsaktivierende Bedürfnisse zu erkennen und auf der Grundlage dieses Wissens einen angemessenen behavioralen Ausdruck für problematische Emotionen zu finden. Zu den psychotherapeutischen Techniken, die beim Erreichen dieser Ziele helfen können, zählen u. a. Emotionsexposition, Emotionsanalyse, Entspannungstechniken, Akzeptanztechniken, Schemaanalysen, sowie ein umfassendes emotionales Kompetenztraining. Dabei stellen emotionsbezogene Strategien keine neue Therapierichtung dar, sondern sind notwendige methodische Bausteine, welche in allen Psychotherapieschulen ihren Platz haben sollten.
 
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