Krause und Pachernegg
Verlag für Medizin und Wirtschaft
 
Summary
Mikosch P et al.
Osteologische Konsiliarbetreuung im Klinikum Klagenfurt am Wörthersee: Initiale Ergebnisse eines Pilotprojekts

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2011; 18 (1): 17-23

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Abb. 1: Osteoporosemanagement Abb. 2: Osteologisch-internistische Konsiliarbetreuung Abb. 3: FRAX-Analyse Abb. 4: Medikamentöse Therapie

Keywords: FrakturKonsiliardienstMineralstoffwechselOsteoporoseStudieTherapie

Einleitung: Patienten mit „Lowenergy“- Frakturen erhalten laut Literatur nach der chirurgischen Frakturversorgung oftmals keine Therapieempfehlungen betreffend einer medikamentös osteologischen Therapie zwecks SekundĂ€rprophylaxe weiterer Frakturen. Ziel: Dieses bekannte Problem sollte durch ein Pilotprojekt, das interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit in den Vordergrund stellt, vermindert werden. Patienten, die eine „Low-energy“-Fraktur erlitten hatten, sollten durch ein osteologisch-internistisches Konsilium direkt an den chirurgischen Abteilungen betreut werden, wodurch die chirurgische Versorgung mit weiteren medikamentösen konservativen Therapieempfehlungen und eventuell in EinzelfĂ€llen auch durch zusĂ€tzliche diagnostische Maßnahmen ergĂ€nzt werden sollte. Ergebnisse: Im Rahmen des 3 Monate dauernden Pilotprojekts wurden insgesamt 77 Patienten (63 Frauen, 14 MĂ€nner) vorgestellt, davon lehnten 5 Patienten ein osteologisch-internistisches Konsil ab. Obwohl die Mehrzahl der 72 betreuten Patienten ein deutlich erhöhtes Frakturrisiko basierend auf der FRAX-Analyse aufwies, hatten nur einige bereits eine vorangehende Osteoporosetherapie (Vitamin D 29,2 %, Kalzium 26,4 %, spezifische Osteoporosemedikation 19,4 %) erhalten. Durch die Konsiliarbetreuungen konnte bei 66/72 Patienten eine osteologische Therapieempfehlung abgegeben werden, in 7 FĂ€llen davon unter der Bedingung einer noch durchzufĂŒhrenden Osteodensitometrie. Die Therapieempfehlungen versuchten differenziert auf die individuellen BedĂŒrfnisse der Patienten einzugehen, wodurch die gesamte Palette aktuell verfĂŒgbarer osteologischer Therapien empfohlen wurde. Bei 5 Patienten ergaben sich keine Hinweise auf eine Osteoporose, womit eine Therapieempfehlung nicht erforderlich war. Lediglich bei einem Patienten war eine osteologische Therapieempfehlung wegen unzureichender Vordaten nicht möglich. Schlussfolgerung: Die DurchfĂŒhrung eines osteologisch-internistischen Konsiliums direkt am Krankenbett fĂŒhrte zu einer Erweiterung und ErgĂ€nzung des Patientenmanagements auf der Basis aktueller Konsensusstatements zum Management von Patienten mit Osteoporose. Durch weitere Standardisierung und Optimierung der ProzessablĂ€ufe könnten wahrscheinlich Reichweite und EffektivitĂ€t einer derartigen interdisziplinĂ€ren Betreuung weiter verbessert werden. Dies wĂ€re Thema weiterer Projekte.
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