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Abbildungen und Graphiken
Rohla M jr., Geppert A  
Fallbericht: Pitfalls der EKG-Diagnostik - CX-Infarkt bei gleichzeitig bestehender früher Repolarisation

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2015; 22 (7-8): 180-182

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Abbildung
 
EKG
Abbildung 1: Notarzt-EKG 2 Stunden nach Schmerzbeginn. Neben Zeichen eines akuten Infero-postero-lateral-Infarktes auch Verdacht auf ein vorbestehendes FRPS. Hier dominieren die Zeichen des ACS, ein FRPS ist nur zu vermuten. Erklärung siehe Text. ACS: akutes Koronarsyndrom; FRPS: frühes Repolarisationssyndrom.


Keywords: EKG
 
 
Koronarangiogramm
Abbildung 2: Koronarangiogramm unmittelbar nach Aufnahme mit subtotaler proximaler Stenose der Arteria circumflexa (Pfeil). Die übrigen Kranzgefäße sind stenosefrei. RCA: rechte Koronararterie, LCA: linke Koronararterie


Keywords: Koronarangiographie
 
 
EKG
Abbildung 3: EKG 3 Monate nach Akutereignis. Es besteht ein Bild eines abgelaufenen infero-posterioren Infarktes und eines FRPS (siehe die r'-Wellen z. B. in V4, Pfeil). In diesem EKG dominiert das FRPS, ein alter Infarkt im entsprechenden Versorgungsgebiet ist aber zu vermuten. Es gibt keinen Hinweis auf ein akutes Ereignis. Erklärung siehe Text. FRPS: frühes Repolarisationssyndrom


Keywords: EKG
 
 
EKG-Beispiele - ST-T-Veränderungen
Abbildung 4: Schematische Darstellung und EKG-Beispiele für die unterschiedlichen ST-T-Veränderungen bei CX- und RCA-Infarkten in den inferioren Extremitätenableitungen und QRS-T-Veränderungen in V1–V3. Ein MRT-Bild des Herzens in der Frontalebene mit dem Cabrera-Kreis (linkes Bild) veranschaulicht den unterschiedlichen Verlauf der RCA (Wellenlinie mit Pfeil von aVR in Richtung aVF) und der (dominanten) ACx (Wellenlinie mit Pfeil von aVL in Richtung aVF). Wegen dieses Verlaufes sind bei RCA-Infarkten vor der Crux cordis, aber ohne rechtsventrikulärer Beteiligung (EKG-Beispiel am rechten Bild), ST-Hebungen in den inferioren Ableitungen zu beobachten, wobei die Hebung in III praktisch immer ausgeprägter ist als in II, da III direkter auf das Infarktgebiet orientiert ist als II. Zusätzlich viel Spiegelbild in I und aVL. Bei Infarkten der dominanten (nach inferior reichenden) ACx ist in vielen Fällen das Ausmaß der ST-Hebung in II ähnlich oder noch mehr ausgeprägt als in III, da II direkter auf das Infarktgebiet orientiert sein kann als bei RCA-Infarkten. Diese umgekehrte Relation der ST-Hebung ist ein wenig sensitives, aber sehr spezifisches Zeichen für einen CX-Verschluss (Abbildung in der Mitte). Wegen des CX-Verlaufes entsteht kaum Spiegelbild in I und meistens nur geringfügig in aVL. In vielen Fällen ist in aVL eine ST-Hebung vorhanden, wenn anterolaterale Äste der ACx betroffen sind. Bei RCA-Infarkten (ohne Rechtsbeteiligung) sind in V1–V3 wegen der infero-posterioren Beteiligung (posterolateraler Ast) leicht erhöhte R-Wellen und eine spiegelbildliche ST-Senkung zu beobachten. Bei CX-Infarkten sind auch die oberen Anteile der posterioren Wand des linken Ventrikels betroffen, daher ist das Ausmaß der (spiegelbildlichen) R-Wellen-Erhöhung üblicherweise deutlich ausgeprägter. Erklärung siehe auch Text. Mod. nach [6] mit freundlicher Genehmigung.


Keywords: EKG
 
 
 
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