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Weber GW et al.  
Mikro-CT-Anwendungen in der biologischen Anthropologie

Journal für Mineralstoffwechsel & Muskuloskelettale Erkrankungen 2014; 21 (2): 68-68f

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Abb. 1: Mikro-CT-Anwendungen Abb. 2: Mikro-CT-Anwendungen Abb. 3: Mikro-CT-Anwendungen Abb. 4: Mikro-CT-Anwendungen Abb. 5: Mikro-CT-Anwendungen



Keywords: BiomechanikFinite-Elemente-AnalyseGeometric MorphometricsGestaltanalyseMikro-ComputertomographieVirtuelle Anthropologie

Die biologische Anthropologie erlebte in der letzten Dekade eine technologische Revolution. Neue Disziplinen wie die „Virtuelle Anthropologie“ fördern die fächerübergreifende Zusammenarbeit und nutzen modernste Technologien wie Mikro-Computertomographie, statistische Gestalt- und Formanalysen und biomechanische Modellierungen. Die im Bereich der Hominidenevolution entwickelten Verfahren lassen sich in vielen anderen Forschungsfeldern nutzen, wodurch zukünftig verstärkte Kooperationen mit den medizinischen Wissenschaften wahrscheinlich werden. Zwei Beispiele erfolgreicher Innovationen werden hier beschrieben. Das erste erläutert die Entdeckung der ältesten europäischen modernen Menschen (Grotta del Cavallo, ~ 45.000 Jahre), die fälschlicherweise in den 1960er-Jahren als Neandertaler klassifiziert wurden. Die internen und externen morphologischen Strukturen zweier Milchzähne wurden mithilfe von Mikro-CT-Daten untersucht und mit jenen von modernen Menschen und Neandertalern verglichen. Die Cavallo-Individuen erwiesen sich dabei eindeutig als anatomisch moderne Menschen. Dieser Befund wirft auch ein neues Licht auf die Interpretation der begleitenden Artefakte und die Hersteller der Werkzeugkulturen. Das zweite Beispiel beschäftigt sich mit der ersten Simulation der Biomechanik von menschlichen Molaren, die realitätsnahe Parameter verwendet. Dabei werden 3D-Daten aus der Mikro-CT mit Analysen des individuellen Abkauungsmusters von Zähnen kombiniert, um die auftretenden Belastungen während des Kauvorgangs zu simulieren.
 
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