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Verlohren St et al.  
Perivaskuläres Fett: ein Regulator des peripheren Widerstands?

Journal für Hypertonie - Austrian Journal of Hypertension 2003; 7 (3): 20-24

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Abb. 1: BMI - kardiovaskuläres Risiko Abb. 2A, B: Perivaskuläres Fett - Aortenring Abb. 3: Perivaskuläres Fett - Phenylephrin Abb. 4: Perivaskuläres Fett -



Keywords: AdipositasHypertonieperipherer WiderstandPerivaskuläres Fett

Adipositas ist zu einem bedeutenden Gesundheitsproblem in den westlichen Industriestaaten geworden. Fast 60 % der erwachsenen amerikanischen Bevölkerung sind übergewichtig, mit steigender Prävalenz auch in der jugendlichen Bevölkerung. Adipositas ist assoziert mit einer erhöhten kardiovaskulären Morbidität und Mortalität. Übergewicht und assoziierte kardiovaskuläre Risikofaktoren - Hypertonie, Dyslipidämie und Typ II-Diabetes mellitus - bewirken eine endotheliale Dysfunktion, die in den letzten Jahren im Mittelpunkt der vaskulären Forschung stand. Im Gegensatz zu der großen Anzahl an Untersuchungen über die Regulation des Gefäßtonus durch das Endothel fanden die Adventitia und das periadventitielle Fettgewebe nur eine geringe wissenschaftliche Beachtung. In einer tierexperimentellen Studie an Gefäßringpräparaten der Rattenaorta konnte unsere Arbeitsgruppe zeigen, daß das periadventitielle Fettgewebe einen Faktor sezerniert, der antikontraktil auf die Blutgefäßmuskulatur wirkt. Dieser Faktor wurde von unserer Arbeitsgruppe als "Adipocyte Derived Relaxing Factor" (ADRF) bezeichnet. Neuere Untersuchungen an geringlumigen Mesenterialarterien der Ratte zeigen, daß auch der Gefäßtonus von kleinen Arterien, die den peripheren arteriellen Widerstand regulieren, durch das viszerale, perivaskuläre Fettgewebe antikontraktil beeinflußt werden. Es ist denkbar, daß pathologische Zustände des Fettgewebes bei Übergewichtigkeit zur Veränderung in der Freisetzung oder Bildung von ADRF führen. Eine adipozytäre Dysfunktion kann ein wichtiger Erklärungsansatz zum Verständnis von Adipositas-assoziierter kardiovaskulärer Co-Morbidität sein.
 
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