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Pürerfellner H  
Medikamentöse und alternative Konzepte zur Behandlung von Vorhofflimmern: Neuere Klasse-III-Antiarrhythmika, Hybridtherapien (Kardioversion-Defibrillation, Ablation, Pacing)

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2004; 11 (Supplementum E - Forum Rhythmologie): 3-14

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Abb. 1: Dofetilid - Dosis Abb. 2: Vorhofflimmern - Aktionspotential Abb. 3: Vorhofflattern - EKG Abb. 4: Arrhythmie-Last - Arrhythmie-Häufigkeit Abb. 5: Arrhythmie-Last - Lebensqualität



Keywords: AblationDefibrillationHybridtherapieKardiologieKlasse-III-AntiarrhythmikumPacingVorhofflimmern

Trotz Fortschritten in der nicht-pharmakologischen Therapie spielen antiarrhythmische Medikamente noch immer eine führende Rolle in der Behandlung kardialer Arrhythmien. Große randomisierte kontrollierte klinische Studien haben die Wichtigkeit einer geeigneten Risiko-Nutzen-Evaluierung bei unterschiedlichen Patientengruppen herausgearbeitet. Das hat dazu geführt, daß Natrium-Kanal-Blocker wegen ihrer potentiell proarrhythmischen Wirkung speziell bei Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion und ischämischer Herzerkrankung immer weniger eingesetzt wurden. Dagegen wurden Betablocker und komplexere Klasse- III-Substanzen wie Sotalol und Amiodaron immer öfter verordnet. Allerdings haben häufig auftretende Nebenwirkungen die Entwicklung von Substanzen mit einer einfachen Ionen-Kanal-Blockade vorangetrieben. In diesem Review werden neuere sogenannte reine Klasse-III-Substanzen diskutiert. Ihr gemeinsamer Wirkmechanismus ist ein antifibrillatorischer Effekt auf Vorhof und Kammer. Klinisch werden sie bei der medikamentösen Kardioversion und zur Prävention von Vorhofflimmern oder Vorhofflattern genauso wie zum Erhalt des Sinusrhythmus nach dessen erfolgreicher Wiederherstellung eingesetzt. Der Bericht enthält eine detaillierte Analyse zur Pharmakokinetik, referiert die Ergebnisse klinischer Studien und erläutert Implikationen in bezug auf die tägliche Anwendung dreier spezieller Substanzen: Ibutilid, Dofetilid und Azimilid. Nachdem ihre Effektivität noch immer begrenzt ist, wird die gegenwärtige und zukünftige Rolle von Hybridtherapien, d. h. eine Kombination von medikamentöser Therapie mit alternativen Behandlungsmethoden (implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren, Katheterablation, Schrittmacher) diskutiert. Darüber hinaus gibt es einen Ausblick auf ein zukünftiges Medikamentendesign, dessen Ziel das im Sinne eines Remodellings elektrisch veränderte Vorhofgewebe darstellt.
 
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