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Hlavac M et al.  
Multimodale Navigation und intraoperative Hochfeld-Magnetresonanztomographie bei transsphenoidaler Resektion komplexer Hypophysenadenome

Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2011; 12 (4): 368-372

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Abb. 1: Makroadenom Abb. 2: Teilresektion



Keywords: AdenomHypophyseMRTNeurochirurgie

Zielsetzung: Machbarkeit und Auswertung multimodaler Neuronavigation kombiniert mit intraoperativer 1,5-Tesla-Magnetresonanztomographie (MRT) bei transsphenoidaler Resektion komplexer Hypophysenadenome. Methoden: In einer prospektiven Untersuchung bei 19 Patienten mit ausgedehnten oder rezidivierenden Hypophysenadenomen wurde eine navigierte transsphenoidale Adenomektomie mit anschließender intraoperativer MRT-Untersuchung durchgeführt. Wurde ein resektabler Tumorrest identifiziert, setzte man die Resektion fort und wiederholte die Bildgebung so lange, bis kein resektabler Tumor mehr detektiert wurde. Der Navigationsdatensatz wurde mit intraoperativer Bildgebung für die gezielte Resektion des Resttumors aktualisiert. Peritumorale Hirnarterien wurden in Fällen von extrasellärer Tumorausdehnung aus der Magnetresonanz-Angiographie (MRA) automatisch segmentiert. Ergebnisse: Eine komplette Resektion wurde bei 13 und eine Teilresektion bei 6 Patienten angestrebt. Die erste intraoperative MRT bestätigte in 9 Fällen (8 komplette Resektionen, 1 Teilresektion) das angestrebte Ziel. Eine Fortsetzung der Resektion führte zu weiteren 3 kompletten und 2 subtotalen Resektionen bei Patienten mit angestrebter kompletter Resektion, was einer Erhöhung des Anteils der kompletten Tumorresektion von 62 % auf 85 % entsprach. Bei den verbleibenden 5 Patienten folgte der Bildgebung eine weitere signifikante Tumorreduktion. Bei 2 Patienten konnten verdächtige Befunde auf der intraoperativen MRT nicht operativ verifiziert werden. Außer einer revisionsbedürftigen Liquorfistel gab es keine signifikanten Komplikationen. Schlussfolgerung: In der untersuchten Patientengruppe mit komplexen Hypophysenadenomen konnte die Anzahl der kompletten Tumorresektionen durch den intraoperativen Einsatz der MRT deutlich erhöht werden. Die MRA-basierte Lokalisation der Schädelbasisarterien mit Navigation war bei der veränderten Anatomie bei Patienten mit großen Tumoren zuverlässig und hilfreich.
 
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