| Klinische Beurteilung und Diagnose | |
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Anamnese
Bei akuten Vergiftungen liefert die Anamnese oft den einzigen Hinweis auf die Vergiftungsursache. Dementsprechend ist der exakten Bezeichnung, der Menge, dem Aufnahmeweg, der Expositionsdauer etc. besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Ist eine Erhebung der Anamnese aufgrund der eingeschränkten Bewusstseinslage des Patienten nicht möglich, müssen alle verfügbaren außenanamnestischen Daten ausgeschöpft werden. Diagnose Nur etwa 3 % aller Intoxikationen können anhand ihrer charakteristischen Symptomatologie diagnostiziert werden. In der Regel besteht eine Reihe von unspezifischen Symptomen. Diese können im Zusammenhang mit einer sorgfältig erhobenen Anamnese oft wichtige diagnostische Anhaltspunkte liefern. Gelegentlich beobachtet man auch Symptomenkomplexe, die sich direkt bestimmten Giften zuordnen lassen. Diese sogenannten Toxidrome werden aber in klassischer Ausprägung nur selten beobachtet, da die eingenommenen Dosen in der Regel zu gering sind, um charakteristische klinische Bilder zu erzeugen, und andererseits die Anzahl der Mischintoxikationen überwiegt. Mitunter kann man einen fließenden Wechsel der Symptome im Verlauf der Vergiftung beobachten. Die Kenntnis der Toxidrome und ihrer Leitsymptome ist jedoch für das rasche Erkennen und die gezielte Therapie im Falle einer akuten Intoxikation unentbehrlich. Häufigste unspezifische Symptome bei Vergiftungen Gastrointestinale Störungen
Störung vegetativer Funktionen
Toxidrome (PDF) | |


