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Abbildungen und Graphiken
Nimpf J, Glaser F  
EKG-Beispiel: Infarktdiagnostik bei Linksschenkelblock

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2023; 30 (5-6): 144-147

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Abbildung
 
EKG
Abbildung 1: EKG der Hausärztin. Oben: Darstellung eines Herzzyklus in allen Ableitungen. Beschreibung siehe Text. Unten: Brustwandableitungen mit Arrhythmie: Der 1. QRS-Komplex entspricht einer ventrikulären Extrasystole mit links-posteriorem Ursprung (hohe R-Welle in V₁, ₂), der 2. und 3. QRS-Komplex sind Normalschläge. Der 4. QRS ist ein Fusionsschlag einer atrialen Extrasystole mit einer ventrikulären Extrasystole, deren Morphologie eine Mischung aus Normalschlag und dem ersten QRS ist. Der 5. QRS verdient besondere Beachtung: Die typische Rechtsschenkelblock-Morphologie legt einen supraventrikulären Ursprung mit aberranter Leitung nahe. Kurz nach dem QRS findet sich aber eine Sinus-P-Welle, was eine vorangegangene supraventrikuläre Aktivität praktisch ausschließt (dementsprechend ist vor QRS 5 auch keine P-Welle zu sehen). Es handelt sich also definitiv um eine ventrikuläre Extrasystole. Die typische Rechtsschenkelblock-Morphologie ist dadurch erklärbar, dass der Fokus aus dem oder aus der Gegend des linken Schenkels kommt. Bei genauer Betrachtung ist die Sinus-P-Welle verspätet: Dies ist durch die atriale Extrasystole vor QRS 4 zu erklären, die zu einer Sinusdepression führt, die bis zum Ende des Tracings anhält.


Keywords: EKGKardiologie
 
 
EKG
Abbildung 2: EKG des Notarztes: Bei den VES mit LSB-Morphologie ist ein retrogrades P zu erkennen. Beschreibung des ST-T-Segmentes siehe Text.


Keywords: EKGKardiologie
 
 
EKG
Abbildung 3: EKG intrahospital mit komplettem (wenn auch nicht sehr breitem) Linksschenkelblock mit Linksachsenabweichung, konkordanten ST-Senkungen (ca. 0,2 mV) in V₂–V₅, sowie konkordant positiver T-Welle in V₆ (oben). Die Ableitungen V₇–V₉ sind inkonklusiv mit isoelektrischer ST-Strecke am J-Punkt, aber konvexem ST-Segment und flach negativem T. Beschreibung der ST-Strecke siehe Text.


Keywords: EKGKardiologie
 
 
Angiographie
Abbildung 4a-d: (a-c) Diagnostische Angiographie; (d): nach CX-Intervention


Keywords: AngiographieKardiologie
 
 
EKG
Abbildung 5: EKG nach erfolgreicher Koronarintervention. Sinusrhythmus mit nun deutlich überdrehtem Linkstyp bei linksanteriorem Hemiblock, sowie unspezifischem Leitungsblock (ähnlich wie im Vor-EKG von 2018; siehe Abb. 6).


Keywords: EKGKardiologie
 
 
EKG
Abbildung 6: Vor-EKG des Patienten aus dem Jahr 2018: SR (Sinusrhythmus) mit Frequenz 64/min, überdrehter Linkstyp bei linksanteriorem Hemiblock mit geringem zusätzlichen, unspezifischen Leitungsblock mit S-Persistenz bis V₆, PQ 150 ms, QRS-Komplex 115 ms, sowie unauffälligen ST-Strecken


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