BPPV
Abbildung 41-4: Therapie des benignen, peripheren paroxysmalen Lagerungsschwindels
(BPPV) mit dem Befreiungsmanöver nach Semont [8], ausgehend von einer Kanalolithiasis
des linken posterioren Bogengangs. (1) In sitzender Ausgangsposition wird der Kopf
um 45° zum nicht betroffenen („gesunden“) Ohr gedreht. (2) Lagerung des Patienten
nach links, d. h. zum betroffenen Ohr unter Beibehaltung der Kopfrotation: Dies löst
eine Bewegung der Teilchen im posterioren Bogengang entsprechend der Schwerkraft
aus und führt zu einem rotierenden erschöpflichen Nystagmus zum unten liegenden
Ohr. Diese Position sollte der Patient ca. 1 min. einnehmen. (3) Der Patient wird unter
Beibehaltung der Kopfdrehung im raschen Schwung zum nicht betroffenen Ohr gekippt
(„großer Wurf“), wobei nun die Nase nach unten zeigt. Jetzt bewegen sich die Teilchen
zum Ausgang des posterioren Bogengangs. Auch diese Position soll mindestens 1 min.
beibehalten werden. (4) Der Patient richtet sich langsam auf. Die Teilchen gelangen
in den Utrikulusraum, wo sie keinen Drehschwindel mehr auslösen können. Diese
Sequenz (1–4) sollte jeweils 3× morgens, mittags und abends durchgeführt werden,
in der Regel sind die Patienten so nach 3 Tagen beschwerdefrei.
Keywords:
Benigner peripherer paroxysmaler Lagerungsschwindel,
BPPV,
Neurologie