Strupp M Diagnostik und Therapie vestibulärer Störungen Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2010; 11 (3): 54-62 Volltext (PDF) Summary Praxisrelevanz Übersicht | ||||||||
Abbildung 3: Eimertest Eimertest zur Bestimmung der subjektiven visuellen Vertikalen (SVV). Der Eimer sollte in variabler Folge insgesamt 10× etwas nach rechts und etwas nach links verdreht werden und der Patient sollte den Strich jeweils senkrecht einstellen. Dieser einfache und klinisch leicht einsetzbare Eimertest ist ebenso sensitiv und reliabel wie die Bestimmung der SVV mit einer apparativen Vorrichtung [5]. Der Referenzbereich liegt bei ± 2,5°. Eine pathologische Auslenkung der SVV findet man praktisch bei allen akuten peripheren oder zentralen vestibulären Störungen als Komponente der „ocular tilt reaction“. Bei einer akuten Neuritis vestibularis oder einem Wallenberg-Syndrom findet sich eine Auslenkung von meist 10–30° und zwar zur Seite der Läsion; bei Mittelhirnläsionen ist die Auslenkung zur nicht betroffenen Seite. |
Abbildung 3: Eimertest
Eimertest zur Bestimmung der subjektiven visuellen Vertikalen (SVV). Der Eimer sollte in variabler Folge insgesamt 10× etwas nach rechts und etwas nach links verdreht werden und der Patient sollte den Strich jeweils senkrecht einstellen. Dieser einfache und klinisch leicht einsetzbare Eimertest ist ebenso sensitiv und reliabel wie die Bestimmung der SVV mit einer apparativen Vorrichtung [5]. Der Referenzbereich liegt bei ± 2,5°. Eine pathologische Auslenkung der SVV findet man praktisch bei allen akuten peripheren oder zentralen vestibulären Störungen als Komponente der „ocular tilt reaction“. Bei einer akuten Neuritis vestibularis oder einem Wallenberg-Syndrom findet sich eine Auslenkung von meist 10–30° und zwar zur Seite der Läsion; bei Mittelhirnläsionen ist die Auslenkung zur nicht betroffenen Seite. |
