Glaser F, Rohla M EKG-Differentialdiagnostik der Breit-QRS-Komplex-Tachykardien Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2008; 15 (7-8): 218-235 Volltext (PDF) Summary Übersicht | ||||||||||||||||||
Abbildung 10: Funktioneller Schenkelblock Die möglichen elektrophysiologischen Mechanismen eines funktionellen Schenkelblockes. A: Phase- 3-Aberration und akzelerationsabhängiger Schenkelblock. Oben tachykardieabhängiger LSB bei Auftreten einer AT. Unten Sinusarrhythmie mit LSB bei RR-Intervallen < 800 msec. Es handelt sich nicht um einen kompletten Block, lediglich um eine frequenzabhängige Leitungsverzögerung im linken Tawaraschenkel. B: Bradykardieabhängiger Phase-4-RSB bei Verlangsamung der Sinusfrequenz. Die Ursachen dieser Blockform sind spontane diastolische Depolarisationen in dem blockierten Schenkel, meistens bei strukturell krankem Herzen (hier abgelaufener Vorderwandinfarkt). C: Retrograde Penetration durch septumnahe VES in das HiS-Purkinje-System. Die erste VES penetriert in den rechten Tawaraschenkel und depolarisiert dessen Zellstrukturen. Es entsteht ein RSB, welcher durch den normalen Rhythmus mit Ventrikelaktivierung über den linken Tawaraschenkel aufrecht erhalten wird. Eine neuerliche VES depolarisiert beide Tawaraschenkel und hebt die retrograde Penetration auf. |
Abbildung 10: Funktioneller Schenkelblock
Die möglichen elektrophysiologischen Mechanismen eines funktionellen Schenkelblockes. A: Phase- 3-Aberration und akzelerationsabhängiger Schenkelblock. Oben tachykardieabhängiger LSB bei Auftreten einer AT. Unten Sinusarrhythmie mit LSB bei RR-Intervallen < 800 msec. Es handelt sich nicht um einen kompletten Block, lediglich um eine frequenzabhängige Leitungsverzögerung im linken Tawaraschenkel. B: Bradykardieabhängiger Phase-4-RSB bei Verlangsamung der Sinusfrequenz. Die Ursachen dieser Blockform sind spontane diastolische Depolarisationen in dem blockierten Schenkel, meistens bei strukturell krankem Herzen (hier abgelaufener Vorderwandinfarkt). C: Retrograde Penetration durch septumnahe VES in das HiS-Purkinje-System. Die erste VES penetriert in den rechten Tawaraschenkel und depolarisiert dessen Zellstrukturen. Es entsteht ein RSB, welcher durch den normalen Rhythmus mit Ventrikelaktivierung über den linken Tawaraschenkel aufrecht erhalten wird. Eine neuerliche VES depolarisiert beide Tawaraschenkel und hebt die retrograde Penetration auf. |
