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Gruber A, Dorfer C, Knosp E
Mediainfarkt und Kraniektomie. Derzeitige Studienlage, Operationsindikationen und organisatorische Aspekte
Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie 2008; 9 (4): 12-19

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Abb. 1: Hemikraniektomie Aktuelles Bild - Abb. 2: Therapie
Abbildung 2: Therapie
Eine begleitende thrombozytenfunktionshemmende medikamentöse Therapie erschwert wesentlich alle möglichen neurochirurgischen Maßnahmen (Entlastungskraniektomie, Hirndrucksondenimplantation) und geht mit einem erheblichen Blutungsrisiko einher. Extradural stellt im Besonderen die große Wundfläche mit diffuser Blutungsneigung an der Innenfläche des Hautlappens ein Problem dar. Subgaleale Hämatome nach osteoklastischer Trepanation wirken sich unmittelbar epidural raumfordernd aus. Saugdrainagen können wegen der bestehenden Duraeröffnung nicht eingesetzt werden. Der Temporalmuskel ist in vielen Fällen diffus blutig imbibiert und raumfordernd geschwollen. Insgesamt kann dadurch der dekompressive Effekt der Operation reduziert werden (a). Intradural ist im Speziellen die Hirnpunktion zur Implantation von Parenchymsonden zur Hirndruckmessung problematisch und kann in seltenen Fällen zu Parenchymblutungen führen (b).
 
Therapie
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Abbildung 2: Therapie
Eine begleitende thrombozytenfunktionshemmende medikamentöse Therapie erschwert wesentlich alle möglichen neurochirurgischen Maßnahmen (Entlastungskraniektomie, Hirndrucksondenimplantation) und geht mit einem erheblichen Blutungsrisiko einher. Extradural stellt im Besonderen die große Wundfläche mit diffuser Blutungsneigung an der Innenfläche des Hautlappens ein Problem dar. Subgaleale Hämatome nach osteoklastischer Trepanation wirken sich unmittelbar epidural raumfordernd aus. Saugdrainagen können wegen der bestehenden Duraeröffnung nicht eingesetzt werden. Der Temporalmuskel ist in vielen Fällen diffus blutig imbibiert und raumfordernd geschwollen. Insgesamt kann dadurch der dekompressive Effekt der Operation reduziert werden (a). Intradural ist im Speziellen die Hirnpunktion zur Implantation von Parenchymsonden zur Hirndruckmessung problematisch und kann in seltenen Fällen zu Parenchymblutungen führen (b).
 
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