Geisthövel F Evolutionäre Grundlagen zellulärer und reproduktiver Abläufe auf dem Weg zum Menschen: Von einfachen Molekülen bis zu den frühesten Tieren // Evolutionary fundamentals of cellular and reproductive processes on the way to humans Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie - Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology 2026; 23 (4): 125-152 Volltext (PDF) Summary Übersicht | ||||||||||||||||||
Abbildung 5: Infektion einer Wirtszelle Zelluläre Abläufe der Infektion einer Wirtszelle durch DNA-Viren (pox-Viren ausgenommen) (erstellt nach [156]): Nach dem Andocken (1) („attachment“) an einen spezifischen membranständigen Rezeptor an der Wirtszelle (WZ) kommt es zur Absorption des Virus durch die WZ bzw. zur Penetration des Virus in die WZ (2). Dabei kann ein Virus sowohl die Membran durchqueren oder von der WZ aufgenommen werden, als auch mit der WZ-Membran fusionieren und dann eintreten. Mit der Entmantelung (3) („uncoating“) verliert das Virus sein Hülle. Anschließend bringt es im Nukleus der WZ die Genexpression und die Transkription unter seine Kontrolle, wodurch die Replikation der viralen DNA erfolgt (4). Unter Einbeziehung der Ribosomen und Organellen im Zytoplasma werden dann die Translation, die Proteinsynthese und der Zusammenbau neuer Viren (bis zu 100 pro WZ) gesteuert (5). Schließlich verlassen die Viren die WZ, indem entweder ein Art Ausknospung („budding“) durch Nutzung der WZ-Membran („envelope virus“) mit Erhalt der WZ oder eine Freisetzung ohne Membran („non-envelope virus“) unter Zerstörung der WZ (Lysis) erfolgen (6). Bei RNA-Viren (hier nicht gezeigt) läuft der Prozess ähnlich ab, allerdings geschehen die Schritte 3 und 4 im Zytoplasma der WZ (N: Nukleus; WZ: Wirtszelle). |
Abbildung 5: Infektion einer Wirtszelle
Zelluläre Abläufe der Infektion einer Wirtszelle durch DNA-Viren (pox-Viren ausgenommen) (erstellt nach [156]): Nach dem Andocken (1) („attachment“) an einen spezifischen membranständigen Rezeptor an der Wirtszelle (WZ) kommt es zur Absorption des Virus durch die WZ bzw. zur Penetration des Virus in die WZ (2). Dabei kann ein Virus sowohl die Membran durchqueren oder von der WZ aufgenommen werden, als auch mit der WZ-Membran fusionieren und dann eintreten. Mit der Entmantelung (3) („uncoating“) verliert das Virus sein Hülle. Anschließend bringt es im Nukleus der WZ die Genexpression und die Transkription unter seine Kontrolle, wodurch die Replikation der viralen DNA erfolgt (4). Unter Einbeziehung der Ribosomen und Organellen im Zytoplasma werden dann die Translation, die Proteinsynthese und der Zusammenbau neuer Viren (bis zu 100 pro WZ) gesteuert (5). Schließlich verlassen die Viren die WZ, indem entweder ein Art Ausknospung („budding“) durch Nutzung der WZ-Membran („envelope virus“) mit Erhalt der WZ oder eine Freisetzung ohne Membran („non-envelope virus“) unter Zerstörung der WZ (Lysis) erfolgen (6). Bei RNA-Viren (hier nicht gezeigt) läuft der Prozess ähnlich ab, allerdings geschehen die Schritte 3 und 4 im Zytoplasma der WZ (N: Nukleus; WZ: Wirtszelle). |
