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Fragen und Antworten
Irsara C et al.
COVID-19-Labordiagnostik // COVID-19-Laboratory diagnostics

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (5): 171-176

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Keywords: COVID-19Labordiagnostikneuartiges CoronavirusPCRSARS-CoV-2Serologielaboratory diagnosticsnovel coronavirus disease-2019serology


1. Welche Aussage zur Diagnostik von COVID-19 trifft NICHT zu?
  • a. Goldstandard zur primären Labordiagnostik eines COVID-19-Verdachtsfalls ist der direkte Erregernachweis mittels erregerspezifischer Polymerasen-Kettenreaktion.
  • b. Der Nachweis von IgG- und IgM-Antikörpern gegen SARS-CoV-2 ist beweisend für eine stattgehabte Infektion.
  • c. Epidemiologische, klinische und bildgebende Ergebnisse (Computertomographie) spielen neben der direkten Erregerdiagnostik eine entscheidende Rolle.
  • d. Als Probenmaterial für den direkten Erregernachweis kommen hauptsächlich Naso-/Oropharynx-Abstriche, induziertes Sputum, endotracheale Aspirate und bronchoalveoläre Lavagen zum Einsatz.
  • e. Eine einwandfreie Präanalytik ist in der COVID-19-Labordiagnostik ganz entscheidend.



2. Fallbeispiel: Ein 40-jähriger, bis dato gesunder, alleinstehender Mann kommt in sehr schlechtem Allgemeinzustand mit 39 °C Fieber, trockenem Husten, Gliederschmerzen und einer peripheren Sauerstoffsättigung von 92 % in die Notaufnahme. In der Computertomographie der Lungen zeigen sich die für COVID-19 typischen bilateralen Veränderungen. Der Patient wird mit Verdacht auf COVID-19 auf die Isolierstation aufgenommen. Die PCR des Rachenabstriches verläuft negativ, jedoch wird das Respiratory-Syncytial-(RSV-) Virus nachgewiesen. Wie soll weiter vorgegangen werden?
  • a. Der Patient kann in die häusliche Quarantäne entlassen werden.
  • b. Der Patient hat eine RSV-Pneumonie. COVID-19 kann ausgeschlossen werden. Der Patient kann von der Isolier- auf die Normalstation verlegt werden. Weitere Maßnahmen sind nicht notwendig.
  • c. Der Patient bleibt auf der Isolierstation und erhält eine supportive Therapie. Es besteht weiterhin der Verdacht auf COVID-19 und es sollen weitere Abstrichproben für neuerliche PCRs gewonnen werden. Im späteren Krankheitsverlauf ist eine serologische Abklärung sinnvoll.
  • d. Es soll noch am selben Tag eine Serologie abgenommen werden, da diese zu diesem Zeitpunkt mit großer Sicherheit eine verlässliche Auskunft über eine mögliche COVID-19-Erkrankung gibt.



3. Was ist KEINE häufige Labor-Veränderung bei COVID-19?
  • a. Lymphozytose
  • b. Leukozytose
  • c. Erhöhtes C-reaktives Protein
  • d. Hypalbuminämie
  • e. Erhöhte D-Dimere



4. Welcher Parameter fließt NICHT direkt in die Berechnung des positiv prädiktiven Wertes ein?
  • a. Prävalenz in der untersuchten Population
  • b. Mortalitätsrate in der untersuchten Population
  • c. Diagnostische Sensitivität des Tests
  • d. Diagnostische Spezifität des Tests



5. Welche Aussage zu SARS-CoV-2 ist FALSCH?
  • a. Es handelt sich um ein Coronavirus.
  • b. Das Erbgut besteht aus einzelsträngiger Ribonukleinsäure (RNA).
  • c. Das Virus benutzt einen membranständigen Natriumkanal der Wirtszelle als Eintrittspforte.
  • d. Es hat eine sehr hohe Ähnlichkeit zum SARS-Virus.
  • e. Serologische Kreuzreaktivitäten mit anderen Coronaviren sind denkbar.



 
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