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Irsara C et al.  
COVID-19-Labordiagnostik // COVID-19-Laboratory diagnostics

Journal für Kardiologie - Austrian Journal of Cardiology 2020; 27 (5): 171-176

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Abb. 1: Einfluss der Prävalenz



Keywords: COVID-19Labordiagnostikneuartiges CoronavirusPCRSARS-CoV-2Serologielaboratory diagnosticsnovel coronavirus disease-2019serology

At the time of writing (April 17, 2020), two million people were tested positive for SARS-CoV-2 whereby the true number of infected persons is many times higher. More than 137 thousand patients have died so far. The COVID-19 pandemic poses enormous challenges for the healthcare system. Diverse manufacturers develop and distribute high numbers of new SARS-CoV-2 test kits, so as many persons as possible can be tested to help keeping the virus spreading at bay, until effective vaccines and/or therapies are available. Due to enormous time pressure, companies gather performance characteristics of the tests in fast track trials and these have to be proved and scrutinised by the applying laboratories with particular accuracy. The gold standard for the primary diagnosis of a single patient is virus specific rRT-PCR from respiratory tract swabs. The establishment and interpretation of serologic tests is more complex and currently should be used primarily for epidemiologic purposes. Alterations in routine laboratory parameters are not specific for the disease and are usually associated with a worse outcome. They include lymphopenia, leukocytosis, elevation of inflammation parameters, ferritin, D-dimer, cardial troponin, LDH and creatinine.

Kurzfassung: Zum Zeitpunkt der Einreichung dieses Manuskripts (17.04.2020) sind weltweit über zwei Millionen Menschen nachgewiesen mit SARS-CoV-2 infiziert, wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich um ein Vielfaches höher ist. Mehr als 137.000 Patienten sind bereits verstorben. Die COVID-19-Pandemie stellt das Gesundheitssystem als Ganzes und die Labormedizin im Speziellen vor bisher einzigartige Herausforderungen. Im Eiltempo werden neue Testsysteme entwickelt, von diversen Herstellern in extrem hohen Stückzahlen produziert und vertrieben, um möglichst viele Menschen testen zu können und so eine weitere Ausbreitung des Virus hinauszuzögern, bis ein effektiver Impfstoff und/oder eine Therapie verfügbar ist. Aufgrund des Zeitdrucks werden Leistungsdaten von neuen Testkits in Schnellverfahren erhoben und müssen aus diesem Grund von den anwendenden Labors umso kritischer und genauer hinterfragt und überprüft werden. Während der Goldstandard zur Primärdiagnostik von COVID-19, die virusspezifische rRT-PCR aus Atemwegs-Abstrichen, relativ einfach zu etablieren und durchzuführen ist, ist die Entwicklung und Interpretation von serologischen Tests um einiges komplizierter und gerade erst in den Anfängen. Letztere sollten aus derzeitiger Sicht primär zu epidemiologischen Zwecken verwendet werden. Allgemeine Veränderungen von Laborparametern sind nicht spezifisch für COVID-19. Eine im Verlauf zunehmende Lymphopenie, Leukozytose, Erhöhung von Entzündungswerten, Ferritin, D-Dimer, kardialem Troponin, LDH und Kreatinin gehen mit einem schwereren Verlauf und einer schlechteren Prognose einher.

 
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